Grünes Licht für gemeinsamen Jugendkanal: ARD will EinsPlus mit ZDF-Digitalkanal verschmelzen

28.11.2012
 

Ab sofort unterstützt die ARD unter Führung der ARD-Vorsitzenden Monika Piel die Gründung eines gemeinsamen Jugendkanals mit den Kollegen vom ZDF. Eine entsprechende Entscheidung fiel auf der Intendantensitzung am 26. und 27. November in Köln. Ziel ist es, aus EinsPlus und einem ZDF-Digitalkanal einen neuen gemeinsamen ARD-/ZDF-Jugendkanal zu machen.

Ab sofort unterstützt die ARD unter Führung der ARD-Vorsitzenden Monika Piel die Gründung eines gemeinsamen Jugendkanals mit den Kollegen vom ZDF. Eine entsprechende Entscheidung fiel auf der Intendantensitzung am 26. und 27. November in Köln.

Nun soll der SWR, der bislang federführend für den ARD-Digitalkanal EinsPlus zuständig war, die entsprechenden Verhandlungen mit der Medienpolitik und mit dem ZDF aufnehmen. Ziel ist es, aus EinsPlus und einem ZDF-Digitalkanal einen neuen gemeinsamen ARD-/ZDF-Jugendkanal zu machen. Dieser soll dann gezielt 14- bis 29-Jährige ansprechen. Außerdem soll das bisherige Digitalangebot Einsfestival, für das der WDR zuständig ist, umpositioniert werden. Es zielt dann auf 30- bis 49-Jährige und soll dafür auch einen neuen Namen erhalten.

ARD bündelt Videos für Jüngere in der ARD Mediathek

Die Intendantinnen und Intendanten der ARD haben auf ihrer Sitzung am 26. November 2012 in Köln ebenfalls beschlossen, die Bewegtbildinhalte für junge Zielgruppen in der ARD Mediathek leichter auffindbar zu machen. Diese Inhalte werden in einer neuen Rubrik innerhalb der ARD Mediathek gebündelt. Junge Formate, die z.B. von den Redaktionen der jungen Hörfunkwellen produziert werden oder die "TagesWEBschau" können dann an einer zentralen Stelle angeschaut werden, ohne zwischen den Angeboten der einzelnen Landesrundfunkanstalten wechseln zu müssen. Dies gilt auch für Livestreams und on-demand-Videos von bekannten Sendungen aus dem Hauptprogramm der ARD, so weit sie für Junge interessant sind, wie zum Beispiel der "Tatort".

Experiment "TagesWEBschau" wird verlängert

Die Intendantinnen und Intendanten stimmten außerdem einer Verlängerung des Experiments "TagesWEBschau" um weitere sechs Monate zu. Die "TagesWEBschau" berichtet seit Juni tagesaktuell über wichtige Nachrichten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft aus der Sicht der Netze.

Die Federführung für die Projekte hat Radio BremenJan Metzger, Intendant von Radio Bremen: "Mit der Rubrik 'Junge ARD' entsteht in unserer ARD Mediathek neben den Rubriken 'Radio' und 'Fernsehen' ein neuer Bereich, der sich speziell an Nutzerinnen und Nutzer zwischen 14 und 29 Jahren wendet. Die sollen künftig in unserem Angebot mit einem Klick ihre Favoriten finden. Ich freue mich sehr, dass dieses Projekt für die Jungen jetzt realisiert wird und dass wir mit der 'TagesWEBschau', der kleinen Schwester der Tagesschau, unser Experiment für die Jungen fortsetzen können."

Die Rubrik "Junge ARD" werde dann voraussichtlich im Mai des kommenden Jahres - ebenso wie künftig die gesamte ARD Mediathek - auch mobil nutzbar sein.

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