Verdacht auf Bestechung: Büro der "Berliner Morgenpost" durchsucht

 

Die Berliner Staatsanwaltschaft und Beamte der Kriminalpolizei haben dem Verlagshaus von Axel Springer in Berlin-Kreuzberg am Mittwoch einen Besuch abgestattet. Ihr Ziel: das Büro eines Reporters der "Berliner Morgenpost". Der Journalist steht im Verdacht, einen Beamten des Landeskriminalamts (LKA) bestochen zu haben, um an Informationen aus laufenden Ermittlungen zu gelangen.

Die Berliner Staatsanwaltschaft und Beamte der Kriminalpolizei haben dem Verlagshaus von Axel Springer in Berlin-Kreuzberg am Mittwoch einen Besuch abgestattet. Ihr Ziel: das Büro eines Reporters der "Berliner Morgenpost". Der Journalist steht im Verdacht, einen Beamten des Landeskriminalamts (LKA) bestochen zu haben, um an Informationen aus laufenden Ermittlungen zu gelangen.

Auf "morgenpost.de" weist Chefredakteur Carsten Erdmann die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft gegen seinen Redakteur zurück: "Die Durchsuchung in der Redaktion der Berliner Morgenpost ist zudem grob unverhältnismäßig und rechtswidrig. Wir haben der Durchsuchung widersprochen und werden Rechtsmittel einlegen." Erdmann weist zudem darauf hin, dass die Pressefreiheit und das Redaktionsgeheimnis grundrechtlich geschützt sind.

Im Büro des Reporters sollen der Computer und weitere Beweismittel sichergestellt worden sein. Auch die Wohnung des Redakteurs ist am Mittwoch durchsucht worden.

Einem Artikel von "Spiegel Online" zufolge sind die Ermittler auf den "Morgenpost"-Reporter aufmerksam geworden, weil er mit einem Sachbearbeiter aus dem sogenannten Rocker-Dezernat in Kontakt stand. Dessen Wohnung und Arbeitsplatz hatten Fahnder bereits im August durchsucht. Der Beamte steht im Verdacht, Informationen über eine geplante Razzia gegen die Berliner Rockerszene weitergegeben zu haben, was die Polizeiaktion im Frühsommer 2012 habe platzen lassen.

Ihre Kommentare
Kopf
Inhalt konnte nicht geladen werden.