Schon über 350.000 digitale Schäfchen: Papst Benedikt predigt nun via Twitter

 

Halleluja, jetzt twittert er auch noch: Papst Benedikt hat seit Montag einen offiziellen Account bei dem Zwitscher-Dienst angemeldet. Gleich in sieben Sprachen hat er ein Konto angelegt und prompt über 350.000 digitale Schäfchen um sich versammelt. Bislang bleibt der Pontifex aber noch stumm und sammelt stattdessen Fragen aus der Twitter-Gemeinde, die er dann am 12. Dezember beantworten will.  

Halleluja, jetzt twittert er auch noch: Papst Benedikt hat seit Montag einen offiziellen Account bei dem Zwitscher-Dienst angemeldet. Gleich in acht Sprachen hat er ein Konto angelegt und prompt über 350.000 digitale Schäfchen unter Pontifex um sich versammelt.

Bislang bleibt Benedikt XVI. aber noch stumm und sammelt stattdessen unter #askpontifex Fragen aus der Twitter-Gemeinde. Ausgewählte will er am 12. Dezember in einer Generalaudienz beantworten, wie der Vatikan mitteilte. Dabei bleibt er nicht von Kritik verschont: "Warum verkauft die Kirche nicht ihr ganze Gold und nutzt das Geld, um den Hunger in der Welt zu bekämpfen" oder "Wann will sich die Kirche für die Misshandlungen von Kindern entschuldigen?§ heißt es da. Zugleich werden auch weniger ernstgemeinte Fragen gestellt. Beispielsweise wird nach dem Lieblingssong gefragt oder ob Jesus eher die Xbox 360 oder die Playstation 3 bevorzugen würde.

In der Mitteilung heißt es, Twitter sei ein einfacher und kosteneffizienter Dienst, um eine große Zahl an Menschen täglich erreichen zu können. Der Papst werde aber nicht regelmäßig seinen Account kontrollieren und auch nicht über die technischen Details Bescheid wissen. Vielmehr werde er die Tweets aussuchen, die in die digitale Welt geschickt werden und über den Mikrobloggingdienst mit den Personen in Kontakt treten.

Paul Tighe, Sekretär des Papstes für Social Communications, hält die neuen Twitter-Accounts für einen wichtigen symbolischen Schritt, damit das Oberhaupt der katholischen Kirche auch in der neuen digitalen Welt seine Ideen und Nachrichten verbreiten kann. Papst Benedikt werde auch versuchen, seine Predigten in 140 Zeichen zusammenzufassen, auf dessen Langversion dann verlinkt werden solle.

Seine Twitter-Premiere feierte der Papst bereits im vergangenen Jahr. Damals tippte er auf dem iPad ein paar Zeilen zum Launch der des Vatikan-Accounts. Den Auftritt gibt es in der Spotschau.

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