Ernüchterung bei Sat.1: "Tore der Welt" verliert mehr als eine halbe Million Zuschauer

 

Es wäre wirklich mal an der Zeit, dass eine deutsche Produktion den Mehrteiler-Fluch durchbricht. Natürlich war auch Sat.1 nicht dagegen gefeit: Der Zuspruch für Teil zwei von "Die Tore der Welt" brach am Dienstag ein - von 4,07 Mio auf nun 3,56 Mio Gesamtzuschauer. In der Werbe-Zielgruppe reichte es nur mehr für einen Schnitt von 13,5%.

Es wäre wirklich mal an der Zeit, dass eine deutsche Produktion den Mehrteiler-Fluch durchbricht. Natürlich war auch Sat.1 nicht dagegen gefeit: Der Zuspruch für Teil zwei von "Die Tore der Welt" brach am Dienstag ein - von 4,07 Mio auf nun 3,56 Mio Gesamtzuschauer. In der Werbe-Zielgruppe reichte es nur mehr für einen Schnitt von 13,5%. 

Follett-Doku im Spätprogramm floppt

Für eine so aufwendig inszenierte Großproduktion ist es natürlich schon enttäuschend, wenn man nur 1,63 Mio der Werberelevanten erreicht. Der Marktanteil sackte von gerade mal akzeptablen 15,1% nun aufs gehobene Fernsehfilm-Mittelmaß. Überhaupt nicht gut lief's im Anschluss für die Doku "Ken Folletts Reise ins Mittelalter": Sie punktete zur fortgeschrittenen Uhrzeit nur bei 10,5% der 14- bis 49-Jährigen.

"Dr. House"-Finale ohne echten Glanz

Allerdings hatte sich auch der Marktführer RTL nicht gerade mit Quoten-Ruhm bekleckert: "CSI: Miami" lockte mit 2,04 Mio die meisten jüngeren Zuschauer zur Primetime an (16,2%, Vorwoche: 18,1%). Und der endgültige Abschied vom alten Grantler "Dr. House" war nur noch ein blasser Abklatsch ehemaliger Höhenflüge: Zum Abschied in der letzten Folge "Reichenbachfall" versammelten sich lediglich 1,96 Mio Werberelevante am Krankenbett. Natürlich gab's mit 15,5% einen deutlich besseren Marktanteil als in der Vorwoche (13,7%), euphorisierend war er aber nicht.

Tatsächlich holte den Tagessieg bei den 14- bis 49-Jährigen ohnehin "GZSZ": Der Vorabendklassiker siegt mit 2,08 Mio werberelevanten Fans (20,7%).

ProSieben profitiert vom gut eingespielten Comedy-Block

Vergleichsweise gut kam ProSieben durch den Abend - dank des verlässlichen Comedy-Blocks: Am besten schlug sich die Serie "2 Broke Girls", die 1,76 Mio Jüngere nicht verpassen wollten (13,5%). Aber auch die ersten beiden "The Big Bang Theory"-Folgen landeten im Schnitt (14,3% und 15,8%) vor die "Tore der Welt".

Eher ruinöös für Vox: Glööcklers Moderückblick

Tatsächlich eher "desaströös" wurde der Vox-Mode-Jahresrückblick "Desaströös bis pompöös" mit - na wem wohl? - Harald Glööckler abgewatscht: Lediglich 690.000 jüngere Zuschauer (6,0%) sind zur besten Sendezeit in dieser Liga eine Klatsche.

Abgehängt wurde Vox natürlich von RTL II, wo sich der Klassiker "Zuhause im Glück" (9,1%) bewährte. Der kabel eins-"Hellboy" floppte dagegen auch (5,1%).

"Mord mit Aussicht" macht die ARD glücklich

Alles überstrahlte schließlich mal wieder die ARD-Erfolgsserie "Mord mit Aussicht": Sie holte sich mit 6,55 Mio Gesamtzuschauern den Reichweiten-Tagessieg und punktet dabei auch bei 1,50 Mio Unter-Fünfzigjährigen (11,9%).

Die "ZDFzeit"-Dokumentation "Geheimnisse des Zweiten Weltkriegs" ließ sowohl Gesamtpublikum (2,39 Mio) als auch die Jüngeren (0,55 Mio, 4,4%) kalt.

Unterm Strich verschenkte RTL beim Tagessieg (14,9%) diesmal wertvolle Marktanteilspunkte. Sat.1 kam in der Gunst der 14- bis 49-Jährigen auf nur 10,4% und lag damit hinter dem dienstags so gut aufgestellten Schwestersender ProSieben (12,3%). RTL II erzielte 7,5% und bedrängte damit Vox (7,9%).

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