Nächster Schritt zum "Star-Trek-Computer": Google Knowledge Graph in Deutschland gestartet

05.12.2012
 

Google hat am Mittwoch den Knowledge Graph vorgestellt, mit dem Nutzer ein vollständigeres Bild des von ihnen Gesuchten bekommen, klügere Suchergebnisse erhalten und auf neue Themen neugierig gemacht werden sollen. Dies sei ein erster wichtiger Schritt auf dem Weg zur nächsten Generation der Internetsuche, bei der die kollektive Intelligenz des Nutzers genutzt werde, so Google.

Google hat am Mittwoch den Knowledge Graph vorgestellt, mit dem Nutzer ein vollständigeres Bild des von ihnen Gesuchten bekommen, klügere Suchergebnisse erhalten und auf neue Themen neugierig gemacht werden sollen. Dies sei ein erster wichtiger Schritt auf dem Weg zur nächsten Generation der Internetsuche, bei der die kollektive Intelligenz des Nutzers genutzt werde, so Google. Sie komme dem menschlichen Verständnis der Welt schon etwas näher.

Der Knowledge Graph im Video

Mit dem Knowledge Graph könnnen Nutzer nach Dingen, Menschen und Orten suchen. Derzeit umfasst der Graph mehr als 570 Mio Objekte und mehr als 18 Mrd Fakten über verschiedene Objekte und deren Beziehungen untereinander - auch auf öffentliche Quellen wie Freebase und Wikipedia greift Google zurück.

Wenn zum Beispiel nach "Marie Curie" gesucht wird, wird deren Geburts- und Sterbedatum angezeigt, aber auch Details über ihre Ausbildung und wissenschaftlichen Entdeckungen. Woher weiß Google, welches die wahrscheinlichsten Fakten sind, die zu einem Suchgegenstand benötigt werden? "Dazu greifen wir auf unsere Nutzer zurück und untersuchen, was sie insgesamt von Google zu dem einzelnen Suchgegenstand wissen wollten", erklärt Amit Singhal, SVP, Engineering, im Google-Produkt-Blog

Der Knowledge Graph soll Nutzern auch zu unerwarteten Entdeckungen verhelfen: Die Nutzer würden möglicherweise neue Dinge oder Querverbindungen kennen lernen, die sie anregen, in eine ganz neue Richtung zu suchen, so Singhal. "Mittlerweile können wir manchmal bei der Beantwortung eurer nächsten Frage helfen, noch bevor ihr sie gestellt habt - weil die von Google angezeigten Fakten auf dem beruhen, was andere suchen." Für Singhal der nächste Schritt zum "Star-Trek-Computer".

Die Funktion war im Frühjahr zunächst im englischsprachigen Raum freigeschaltet worden (kress.de vom 18. Mai 2012). In Deutschland wird das Feature nun nach und nach ausgerollt.

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