Nach Übernahme durch Universal Music: EMI-Hauptgeschäft zieht von Köln in die Hauptstadt

05.12.2012
 

Die Universal Music Group verlagert das deutsche Hauptgeschäft des Musiklabels EMI von Köln nach Berlin. Im Jahr 2013 wird der Großteil des EMI-Geschäfts unter das Dach der Universal Music Deutschlandzentrale ziehen. Dieser Schritt erfolge unter Berücksichtigung des Verkaufs eines Teils des internationalen Repertoires, den die EU-Kommission gefordert hatte.

Die Universal Music Group verlagert das deutsche Hauptgeschäft des Musiklabels EMI von Köln nach Berlin. Im Jahr 2013 wird der Großteil des EMI-Geschäfts unter das Dach der Universal Music Deutschlandzentrale ziehen. Dieser Schritt erfolge unter Berücksichtigung des Verkaufs eines Teils des internationalen Repertoires (darunter Künstler wie ColdplayPink Floyd und Depeche Mode), den die Europäische Kommission gefordert hatte.

Universal Music hatte die Tonträgersparte von EMI für rund 1,4 Mrd Euro übernommen und sich Stars wie die BeatlesKaty Perry oder Herbert Grönemayer gesichert. Die EU-Wettbewerbshüter stimmten unter entsprechenden Auflagen zu. Die EMI war in den Jahren zuvor in eine finanzielle Schieflage geraten und befand sich zuletzt im Besitz der Citibank

Frank Briegmann, President Universal Music Deutschland, Österreich, Schweiz und Deutsche Grammophon, stellte am Mittwoch auf einer Mitarbeiterversammlung in Köln die Pläne für die Zukunft des neu belebten EMI-Geschäfts vor. Ziel der Maßnahmen sei, für Kontinuität im Bereich Artist & Repertoire der EMI sowohl bei nationalen als auch internationalen Künstlern zu sorgen, die Kultur der verschiedenen Labels zu bewahren, so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten sowie Effizienzvorteile und Synergien zu nutzen, die sich aus dem gemeinsamen Standort ergeben würden.

Im Einzelnen werden die EMI-Labels CapitolBlue Note und Virgin an die Spree ziehen. Das EMI-Schlager-Pop-Label Electrola wird zur Hauptmarke dieses Musikgenres und bei Koch Univeral Music in München angesiedelt. Volkstümliche Musik erscheint weiterhin unter dem Label KochRhingtön wird in Köln bleiben, da es sich als Label für die Kölner Musikszene einen Namen gemacht habe.

Durch die Übernahme bleiben weltweit nur noch drei große Plattenfimen übrig: Neben Universal/EMI sind das Warner und Sony Music.

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