Die letzte Ausgabe der "FTD": "Wir würden es jederzeit wieder genauso machen"

07.12.2012
 

"Final Times Deutschland - Endlich schwarz": Nach fast 13 Jahren ist an diesem Freitag die letzte Ausgabe der "FTD" erschienen. "Weil wir nach all den Jahren nicht einfach so aufhören können, zeigen wir Ihnen in dieser Ausgabe noch einmal, was wir alles so draufhatten und noch draufhätten", schreibt die Chefredaktion im Editorial.

"Final Times Deutschland - Endlich schwarz": Nach fast 13 Jahren ist an diesem Freitag die letzte Ausgabe der "FTD" (kress.de vom 23. November 2012) erschienen. "Weil wir nach all den Jahren nicht einfach so aufhören können, zeigen wir Ihnen in dieser Ausgabe noch einmal, was wir alles so draufhatten und noch draufhätten", schreibt die Chefredaktion im Editorial. Die Redaktion habe in den vergangenen Tagen eindrucksvoll bewiesen, wie viel Spirit, Kreativität und Haltung in ihr stecke.

Die Planung der letzten Ausgabe sei ein größerer Spaß gewesen als es die Bilder erahnen lassen. "Wirklich", beteuern die Mitarbeiter. Im ersten Buch "Letzte Ehre"hat die "FTD"-Redaktion noch einmal eine Auswahl der besten Scoops, Magazinideen, Optiken und Meinungsbeiträge zusammengestellt. Texte, Überschriften und Layouts, die die Mannschaft geprägt hätten. Es folgen die "Letzten Worte", also all das, was man unbedingt noch loswerden wollen. Im dritten Buch 'Letzter Auftritt" wird den Lesern Innenansichten einer Redaktion geliefert, "die so speziell ist, dass wir uns fragen, wie es so lange so gut gehen konnte". Man schließt  mit dem "Letzten Willen", einem letzten großen Leitartikel, dem Vermächtnis der "FTD"-Kommentatoren und -Kolumnisten - und einer "kurzen, aber ernst gemeinten Entschuldigung". Darin heißt es:

Entschuldigung, liebe Gesellschafter, dass wir so viele Millionen verbrannt haben. Entschuldigung, liebe Anzeigenkunden, dass wir so kritisch über Eure Unternehmen berichtet haben. Entschuldigung, liebe Pressesprecher, dass wir so oft Euren Formulierungsvorschlägen nicht gefolgt sind. Entschuldigung, liebe Politiker, dass wir Euch so wenig geglaubt haben. Entschuldigung, liebe Kollegen, dass wir Euch so viele Nächte und so viele Wochenenden haben durcharbeiten lassen. Entschuldigung, liebe Leser, dass dies jetzt die letzten Zeilen der FTD sind. Es tut uns leid. Wir entschuldigen uns vorbehaltlos. Aber: Wenn wir noch einmal von vorn anfangen dürften - wir würden es jederzeit wieder genauso machen. Stefan Weigel, Steffen Klusmann, Sven Clausen.

Ihre Kommentare
Kopf

stephan herrnsmann

07.12.2012
!

Peter F. Meyer

07.12.2012
!

Hut ab vor den Redakteuren. Das macht Mut. Danke.


Doctor Know

07.12.2012
!

Die letzte Ausgabe ist der Knaller.
Schon komisch, dass man sich auf einmal soviel Mühe geben kann und extrem kreativ ist, wenngleich es um nichts mehr geht.

Darüber hätte man vielleicht mal früher nachdenken sollen...

Aber wenn man als Redakteur nicht mal weiß, dass man sich nicht von sich aus entschuldigen kann, sondern nur um Entschuldigung BITTEN kann, wirkt der FTD-FB-Post doch ewas lächerlich.


Jürgen Kassin

07.12.2012
!

Es klingt schon etwas arrogant und selbstgerecht, wenn man über Jahre eine Zeitung macht, die zu wenige Leser und Inserenten wollen. Wäre diese "Entschuldigung" fünf Jahre früher gekommen, hätten die Herausgeber viel Geld gespart, das sie in gefragtere Produkte hätten investieren können.


Roland Austinat

07.12.2012
!

"wir würden es jederzeit wieder genauso machen."

Damit hat sich alles zuvor gesagte wieder relativiert.


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