KEF soll Sparauflagen runterschrauben: ZDF-Belegschaft sieht Programmauftrag schwer gefährdet

08.12.2012
 

Die Mitarbeiter des ZDF haben auf ihrer Personalversammlung eine Resolution an die Mitglieder der KEF beschlossen. Darin fordern sie die Kontrollkommission dringend auf, die Sparauflagen zu überdenken und auf ein realisierbares Maß zu reduzieren:

Die Mitarbeiter des ZDF haben auf ihrer Personalversammlung eine Resolution an die Mitglieder der KEF beschlossen. Darin fordern sie die Kontrollkommission dringend auf, die Sparauflagen zu überdenken und auf ein realisierbares Maß zu reduzieren: "Ein weiterer massiver Personalabbau ist nicht mehr möglich, ohne unseren öffentlich-rechtlichen Programmauftrag schwer und nachhaltig zu beeinträchtigen." 

Die Resolution hat folgenden Wortlaut: "Das ZDF hat in den letzten Jahren sein Angebot stetig ausgeweitet, weil der Gesetzgeber den Programmauftrag neu definiert hat. Diese auch von den ZDF-Gremien beschlossene Angebotserweiterung hat bereits zu einer deutlichen Arbeitsverdichtung geführt. Zwar konnte der vorgegebene Kostenrahmen insgesamt eingehalten werden, dennoch hat die KEF dem ZDF für die neue Gebührenperiode rigide Sparvorgaben im Personalbereich gemacht."

Wie kress.de am Mittwoch exklusiv berichtete, muss das ZDF bis zu 400 Stellen abbauen, um die KEF-Vorgaben zu erfüllen. Auch immer mehr Formate fallen den Einsparungen auf dem Lerchenberg zum Opfer (kress.de vom 5. Dezember 2012). 

Obwohl die Mitarbeitenden diese gezielten Kürzungsvorgaben der KEF im Personalbereich als "Strafaktion" empfinden, habe man sich ernsthaft bemüht, die Sparvorgaben umzusetzen, heißt es in der Resolution. Darin machen die ZDF-Mitarbeiter die Mitglieder der KEF auf einen "Know-how-Verlust durch das vorzeitige Ausscheiden erfahrener Kollegen" aufmerksam. Auch viele junge und gut ausgebildete freie Mitarbeiter/innen hätten den Sender bereits verlassen müssen. "Weitere werden folgen müssen."

"Arbeitsverdichtung hat unzumutbare Ausmaße angenommen" - "Betriebsfrieden gefährdet"

An manchen Stellen habe die mit den Sparvorgaben einhergehende Arbeitsverdichtung "unzumutbare Ausmaße" angenommen. Nicht zuletzt werde der Betriebsfrieden durch diese Maßnahmen immer stärker gefährdet. Deshalb die Ansage der ZDF-Mitarbeiter, "dass ein weiterer massiver Personalabbau nicht mehr möglich ist, ohne unseren öffentlich-rechtlichen Programmauftrag schwer und nachhaltig zu beeinträchtigen". Die Mitarbeiter erwarten nun, dass sich die KEF mit der Geschäftsleitung des ZDF "schnellstmöglich auf die Rahmenbedingungen der Sparauflagen einigt".

Ihre Kommentare
Kopf

KFR

08.12.2012
!

für die täglichen Höchstleistungen an Mängeln ( siehe auch Websiete und Nahichten ) sowie reines Abspielen von Agenturmeldungen, Dauer-Wiederholungen völlig unverständlich hohe Fest-Gehälter und Tantieme-Zahlungen.

Jede pieselige Lokal-Redaktion leistet mehr


Jan Gesthuizen

08.12.2012
!

Ich habe diesen Programmauftrag nicht gelesen, mir ist auch irgendwo Euro was da steht. Aber ich weiß, dass im öffentlich-rechtlichen-Fernsehen vor allem belangloser Mist läuft. Großteile des Programms haben nichts mit Bildung, nichts mit Kultur und nichts mit Politischer Meinungsbildung zutun.

Ich fürchte allerdings, dass gerade der kleine gute Teil unter denn Kürzungen leiden wird...


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