Becker will Twitter trotz Shitstorm treu bleiben: "Auch um Gegner und Neider zu erreichen"

12.12.2012
 

Boris Becker kann kaum glauben, welch heftige Reaktionen eine Bemerkung von ihm auf Twitter ausgelöst hat. "Es ist schon erstaunlich, wie viele Menschen sich mit meinen oft schnell und spontan verfassten Tweets beschäftigen", so Becker gegenüber der Nachrichtenagentur spot on news. Becker hatte anlässlich der Verleihung des Friedensnobelpreises an die EU gezwitschert.

Boris Becker kann kaum glauben, welch heftige Reaktionen eine Bemerkung von ihm auf Twitter ausgelöst hat. "Es ist schon erstaunlich, wie viele Menschen sich mit meinen oft schnell und spontan verfassten Tweets beschäftigen", so Becker gegenüber der Nachrichtenagentur spot on news. Becker hatte anlässlich der Verleihung des Friedensnobelpreises an die EU wörtlich gezwitschert: "Grosser Bewunderer von Angela Merkel! Ich bin sehr stolz und werde patriot, als sie Friedensnobelpreis gewonnen hat !!!"

Die Nachricht wurde bis zum Mittwochnachmittag 190 Mal retweetet und 64 Mal favorisiert. Ein User wies Becker sofort darauf hin, dass nicht Merkel, sondern die EU den Preis bekommen habe. Becker antwortete: "Also praktisch sie". Doch die Kommunikation lief nicht immer so respektvoll ab.

"Ich werde an dem Tag Patriot, an dem @Becker_Boris wegen schier unfassbarer Idiotie die Staatsbürgerschaft aberkannt wird", erregte sich ein Twitter-User. Ein anderer ereiferte sich: "Jahrzehnte in der Steueroase verbringen und über Patriotismus reden. Das sind die Richtigen." Dazu gab es viel Hohn und Spott zur vermeintlichen Grammatikschwäche Beckers: "Ich bin sehr stolz und werde Vaterland, als er Grimme-Preis gewonnen hat!!!!", twitterte jemand.

Aber Becker bekam auch Zuspruch: "Der @Becker_Boris hat Recht. Nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Die nutzt sich doch ab und wird nur dreckig" oder "Ich bin für jeden Promi dankbar, der noch selber und authentisch twittert".

Becker selbst meldete sich, als er auf den sich anbahnenden Shitstorm aufmerksam wurde, auch noch mal via Twitter zu Wort: "Was fuer 1Reaktion in der Twitterwelt,wenn man etwas ueber Merkel,Dankbarkeit und Patriotismus twitschert...nachts um 2h!" - und er fügte hinzu: "Blanker Neid,Missgunst und Schadenfreude kommt aus meinem Handy".

Der Nachrichtenagentur spot on news sagte der dreimalige Wimbledonsieger am Mittwoch, dass er trotz des Wirbels dem Kommunikationsdienst Twitter treu bleiben werde. Die Reaktionen zeigten ihm erneut, "dass Twitter ein gutes Kommunikationsmittel für mich ist, mit dem ich viele Freunde, Fans und ja auch Gegner und Neider erreichen kann".

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