Augstein bestätigt Stellenabbau bei "Freitag": "Nicht das Schicksal der 'FTD' und 'FR' erleiden"

13.12.2012
 

Die "taz" hat erfahren, dass bei der Wochenzeitung "Der Freitag" 9 von 40 Stellen gestrichen werden sollen. Die Kürzungen soll "Freitag"-Verleger Jakob Augstein der Redaktion am Dienstagabend in einer Betriebsversammlung mitgeteilt haben. Augstein sagte nun der dapd, dass die Größenordnung zutreffen würde und man die Details derzeit mit dem Betriebsrat abstimme.

Die "taz" hat erfahren, dass bei der Wochenzeitung "Der Freitag" 9 von 40 Stellen gestrichen werden sollen. Die Kürzungen soll "Freitag"-Verleger Jakob Augstein der Redaktion am Dienstagabend in einer Betriebsversammlung mitgeteilt haben. Augstein sagte nun der dapd, dass die Größenordnung zutreffen würde und man die Details derzeit mit dem Betriebsrat abstimme. 

"Wir müssen in allen Bereichen Personal abbauen, um zu verhindern, das Schicksal der 'FR' und der 'FTD' zu erleiden", wird Augstein zitiert. Der Verlag der "Frankfurter Rundschau" hatte Mitte November das Insolvenzverfahren beantragt. Die "FTD" erschien am vergangenen Freitag zum letzten Mal - mehr als 300 Mitarbeiter sind bei den G+J Wirtschaftsmedien von der Entlassungswelle betroffen. 

Der Stellenabbau sei ein "extrem bedrückender Prozess", sagte Augstein der dapd. Zwar habe die Zeitung bei den Abonnentenzahlen und im Anzeigengeschäft zugelegt. Das Wachstum reiche aber nicht aus, um die Verluste zu dämpfen, so der Sohn von "Spiegel"-Gründer Rudolf Augstein. Der Sparkurs ermögliche mehr Flexibilität. Es müsse nun alles dafür getan werden, "das Überleben dieser Zeitung zu sichern". Jakob Augstein hatte das Blatt im Mai 2008 übernommen.

Die verkaufte Auflage von "Der Freitag" lag im dritten Quartal dieses Jahres bei 13.790 (Quelle: IVW). Im Vorjahreszeitraum wurden 13.929 Exemplare verkauft. Die Abonnements stiegen in dem Zeitraum von 9.925 auf 10.291.

Ende vergangenen Jahres trennte sich Augstein von den vier "Freitag"-Herausgebern Daniela Dahn, Friedrich Schorlemmer, György Dalos und Frithjof Schmidt (kress.de vom 6. Januar 2012).

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