RTL siegt im direkten Show-Duell: "The Voice"-Reichweite enttäuscht auch im Finale

 

Auch der Blitzbesuch von Robbie Williams hat wenig bewirkt: Nick Howard darf sich nach dem Finale am Freitag "The Voice of Germany" nennen. Sat.1 kann mit nur 3,42 Mio Fans - 4,01 Mio waren es beim Frühjahrssieg von Ivy Quainoo - ganz und gar nicht zufrieden sein. Die RTL-Show "5 gegen Jauch" war viel stärker.

Auch der Blitzbesuch von Robbie Williams hat wenig bewirkt: Nick Howard darf sich nach dem Finale am Freitag "The Voice of Germany" nennen. Sat.1 kann mit nur 3,42 Mio Fans - 4,01 Mio waren es beim Frühjahrssieg von Ivy Quainoo - ganz und gar nicht zufrieden sein. Die RTL-Show "5 gegen Jauch" war viel stärker. 

Es ist Strickfehler, der das Vorsingen bei ProSieben und Sat.1 so schwierig macht: Viele Kritiker lieben die Show, sie gilt als vergleichsweise seriös und einfühlsam - aber spätestens mit den Live-Sendungen ist regelmäßig die Luft raus. In der zweiten Staffel war der Quotensinkflug allerdings noch dramatischer. Dennoch besteht offenbar kein Zweifel bei der Senderfamilie, dass es eine dritte Staffel geben wird.

"The Voice" landete hinter dem ZDF, RTL und der ARD-Komödie

Am Freitagabend ließ sich "The Voice" beim Gesamtpublikum natürlich vom ZDF-Tagessieger "Ein Fall für zwei" (5,01 Mio), vom ARD-Christine-Neubauer-Film "Mein verrücktes Jahr in Bangkok" (3,67 Mio), aber vor allem - was mehr schmerzt - von der RTL-Show "5 gegen Jauch" die Butter vom Brot nehmen. Das Prominenten-Special lockte 4,46 Mio Zuschauer an. Kleiner Wermutstropfen: So schlecht wie diesmal lief's für die Promi-Ausgabe bei RTL noch nie.

In der Zielgruppe hatte Sat.1 die Nase vorn

Immerhin schaffte es Sat.1 in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen die Nase vorn zu behalten: Hier siegte das "The Voice"-Finale mit 2,12 Mio Werberelevanten (Marktanteil: 19,7%). Zum Vergleich: Im Februar waren es bei Quainoos Triumph über eine halbe Million mehr. Der Marktanteil lag damals 22,2%. Damit schaffte es auch diesmal die letzte Ausgabe nicht über den Gesamtschnitt der Staffel: Im Schnitt wollten 23,6% der Werberelevanten die zweite Showreihe sehen.

Die privaten Verfolgen blieben am Freitagabend erwartungsgemäß abgehängt: ProSieben fand 1,09 Mio jüngere Zuschauer für die Zeitreise "10.000 B.C." (9,8%). Im Vergleich recht stark lief auf RTL II die allweihnachtliche "The Grinch"-Wiederholung (8,1%). Die Vox-Serie "CSI: Miami" hatte dagegen wenig zu melden (5,9%). "CSI" im Anschluss kam sogar nur auf 5,7%.

ZDF sendet "heute-journal special" zur "Brennpunkt"-Zeit

Im ZDF reagierte man übrigens nach der von 4,43 Mio Gesamtzuschauern nachgefragten ARD-"Tagesschau" um 20:15 Uhr mit einem "heute-journal spezial" auf den schrecklichen Amoklauf an einer US-Schule. 3,63 Mio Zuschauer, darunter 680.000 Jüngere (6,8%) schalteten sich zu. Später war in der U-50-Zielgruppe der "heute-show Jahresrückblick" noch einmal gut besucht (8,3%).

In der Tagesbilanz konnte sich Sat.1 in der Gunst der 14- bis 49-Jährigen nicht gegen RTL durchsetzen: Der Bällchensender brachte es auf 13,0%, RTL auf 14,1%. Dahinter rangierte ProSieben mit 9,1% sowie RTL II und Vox gleichauf mit je 8,1%.

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