Investor Ende erwägt auch Umbenennung: dapd muss an "journalistischer Eigenständigkeit arbeiten"

16.12.2012
 

Ulrich Ende, der mit weiteren Investoren den Betrieb der insolventen Gesellschaften der dapd übernehmen will, hat sich im "Spiegel" zu seinen Plänen geäußert: Aufgrund der auslaufenden Kooperation mit AP werde man den Kunden bis Jahresende "ein Angebot unterbreiten, das dem AP-Angebot in nichts nachsteht". Darüber hinaus müsse dapd an seiner "journalistischen Eigenständigkeit arbeiten".

Ulrich Ende, der mit weiteren Investoren den Betrieb der insolventen Gesellschaften der dapd übernehmen will, sieht für die Nachrichtenagentur gute Überlebenschancen. "Ich glaube dapd hat viel Substanz", sagte Ende dem "Spiegel". Nach der geplatzten Kooperation mit der US-Nachrichtenagentur AP werde man den Kunden bis Jahresende "ein Angebot unterbreiten, das dem AP-Angebot in nichts nachsteht". Darüber hinaus müsse dapd an seiner "journalistischen Eigenständigkeit arbeiten". Dazu gehörten auch mehr selbstrecherchierte Nachrichten. Das klinge banal, finde bisher aber zu wenig statt, so der frühere Geschäftsführer von N24.

Eine Umbenennung der Agentur schließt Ende nicht aus: Ob die Marke dapd durch die Insolvenz irreparabel beschädigt sei, "wird der Markt zeigen, erst dann denken wir vielleicht über eine Namensänderung nach".

"Ich bin kein Strohmann"

Im Jahr 2010 hatte Ende im Auftrag der damaligen dapd-Eigentümer Martin Vorderwülbecke und Peter Löw versucht, den Nachrichtensender N24 zu erwerben. Löw und Vorderwülbecke stünden aber nicht als versteckte Geldgeber hinter dem Erwerb der dapd: "Ich bin kein Strohmann. Beide dürften überrascht sein", sagte Ende dem "Spiegel".

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