"Mehrere Journalisten-Generationen geprägt": Wolf Schneider bekommt Preis für Lebenswerk

19.12.2012
 

"Sein Urteil ist so gefürchtet wie geachtet", heißt es in der Begründung der Jury. Wolf Schneider ist vom "Medium Magazin" als "Journalist des Jahres" geehrt worden. Der 87-Jährige bekommt die Auszeichnung für sein Lebenswerk.

"Sein Urteil ist so gefürchtet wie geachtet", heißt es in der Begründung der Jury. Wolf Schneider ist vom "Medium Magazin" als "Journalist des Jahres" geehrt worden. Der 87-Jährige bekommt die Auszeichnung für sein Lebenswerk. Wolf Schneider, "stets scharf in Sprache und Analyse", habe mehrere Journalisten-Generationen geprägt, so die Juroren. Der Preis wird Anfang 2013 verliehen.

Schneider war unter anderem Korrespondent der "Süddeutschen Zeitung" in Washington, Verlagsleiter des"stern" und "Welt"-Chefredakteur. Dazu hat er die "NDR Talkshow" moderiert.

1979 wurde Schneider Gründungsleiter der Henri-Nannen-Schule, die er bis 1995 führte. Noch heute arbeitet er als Ausbilder und Autor. Schneider hat zwar angekündigt, zum Jahresende 2012 seine Lehrtätigkeit einzustellen. "Zahlreiche Bücher - darunter die journalistischen Standardwerke 'Wörter machen Leute' und 'Deutsch für Profis' - werden seinen Ruf als 'Sprachpapst' weitertragen", ist sich die Jury sicher, der 70 Journalisten und Medienexperten angehören.

Seit 2004 wird der Preis "Journalist des Jahres" in zwölf Kategorien vergeben. Den Preis für das "Lebenswerk" haben in den Vorjahren bereits Gerd RugeJürgen LeinemannHelmut Markwort, Hans Werner Kilz und Georg Stefan Troller bekommen.

2011 erhielt Wolf Schneider den Henri-Nannen-Preis für das publizistische Lebenswerk (kress.de vom 26. April 2011).

Ihre Kommentare
Kopf
Thomas Bauer

Thomas Bauer

TOM-Verlag
Verlagsleiter

19.12.2012
!

„Deutsch für Profis“ ist natürlich ein grandioses, prägendes Standardwerk. Dennoch ist es sehr sehr schade, dass man online kein Video der legendären NDR-Talkshow von 1987 findet, in dem André Heller den „Papst" demaskiert und auf Menschen-Niveau herabholt, indem er ihm einen Zeitungsausriss stibitzt, ohne den der große Schneider gnadenlos abschmiert. Hysterisch, hilflos, heulend fast… wie seine Schüler… man konnte mit ihm leiden.
Herzlichen Glückwunsch zum mit Sicherheit verdienten Preis!


Theodor Fruendt

Theodor Fruendt

teamwork text und foto GbR / Büro Paris
Fotograph & Text

19.12.2012
!

Endlich! Eine gute Nachricht.


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