Wenn in Deutschland alles schläft: "Handelsblatt" eröffnet Newsroom in New York

 

Das "Handelsblatt" hält sein Internetangebot ab Januar stundenweise von New York aus aktuell. Wenn hierzulande alles schläft, verfolgen deutsche Journalisten die Nachrichtenlage in dem neuen Newsroom. Das verriet "Handelsblatt Online"-Chefredakteur Oliver Stock (Foto) der Nachrichtenagentur dapd.

Das "Handelsblatt" hält sein Internetangebot ab Januar stundenweise von New York aus aktuell. Wenn hierzulande alles schläft, verfolgen deutsche Journalisten die Nachrichtenlage in dem neuen Newsroom. Das verriet "Handelsblatt Online"-Chefredakteur Oliver Stock (Foto) der Nachrichtenagentur dapd. Etwa 15 Kollegen sollen sich vorwiegend um die Website und die mobilen Angebote kümmern.

Für den Newsroom ziehen teilweise auch Mitarbeiter der Düsseldorfer "Handelsblatt"-Zentrale über den großen Teich. "Wir denken daran, dass diese Mannschaft die Kerntruppe ist, die nicht nur unsere deutschen Portale nachts steuert, sondern irgendwann auch in der Lage ist, eine Art digitalen 'Reader's Digest' des 'Handelsblatts' auf Englisch herauszugeben", sagte Stock gegenüber der dapd. "Reader's Digest" ist ein US-Magazin, das "Artikel von hohem Leserinteresse" aus verschiedenen Quellen zusammenfasst. Das neue Vorhaben funktioniere nicht ohne neue Mitarbeiter, entweder in den USA oder Deutschland, wo sie die ersetzen, die künftig in New York sitzen, so Stock.

Während in der Branche derzeit vielerorts von Entlassungen die Rede ist, gibt sich das "Handelsblatt" optimistisch: Nach dem Aus des finanziell angeschlagenen Konkurrenten "Financial Times Deutschland" (kress.de vom 23. November 2012), schielt das Blatt auf weitere Marktanteile. Die Verlagsgruppe Handelsblatt hat bereits die Daten der mehr als 41.000 "FTD"-Abonnenten gekauft (kress.de vom 30. November 2012) und ihnen direkt nach der Einstellung der Zeitung eine Ausgabe des "Handelsblatts" zugeschickt (kress.de vom 10. Dezember 2012).

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