Gericht entscheidet: "Weser-Kurier"-Verlagschef Hackmack bleibt im Amt

 

Der umstrittene Vorstandschef der Bremer Tageszeitungen AG ("Weser-Kurier" / "Bremer Nachrichten"), Ulrich Hackmack (Foto), bleibt bis auf Weiteres im Amt. Das Landgericht Bremen hat am Donnerstag einen Antrag auf Einstweilige Verfügung zu seiner Absetzung zurückgewiesen.

Der umstrittene Vorstandschef der Bremer Tageszeitungen AG ("Weser-Kurier" / "Bremer Nachrichten"), Ulrich Hackmack (Foto), bleibt bis auf Weiteres im Amt. Das Landgericht Bremen hat am Donnerstag einen Antrag auf Einstweilige Verfügung zu seiner Absetzung zurückgewiesen.

Verlagsmiteigentümer Christian Güssow wollte vom Gericht feststellen lassen, dass Hackmack als abberufen zu gelten habe oder ersatzweise zumindest suspendiert werde. Güssow berief sich dabei auf ein inzwischen rechtskräftiges Urteil des Oberlandesgerichts Bremen, wonach die Zustimmung der Hauptversammlung zu Hackmacks letzter Vertragsverlängerung von 2009 aus formalen Gründen "nichtig" war. Trotz dieses OLG-Urteils hatte der Aufsichtsrat kürzlich mit knapper Mehrheit beschlossen, dass eine Absetzung "nicht gerechtfertigt" sei (kressreport 23/12).

Eine Begründung für Güssows Scheitern gab das Landgericht noch nicht bekannt. Der Kammervorsitzende hatte aber in der mündlichen Verhandlung bereits seine Rechtsposition erläutert: Im Einstweiligen Verfügungsverfahren müsse das Gericht eine Güterabwägung vornehmen. Zwar spreche viel dafür, dass Güssow im noch folgenden jahrelangen Hauptsacheverfahren Recht bekäme; aber falls dies nicht so sein sollte, wäre es für den 60-jährigen Hackmack ein schwerer, nicht wiedergutzumachender Nachteil, wenn er bis zu einem solchen Urteil jahrelang nicht mehr sein Amt ausüben dürfte.

Güssows Anwälte kündigten an, voraussichtlich in Berufung zu gehen.

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