Deutsche Fiction-Produzenten müssen noch warten: Sky startet frühestens 2015 eigene Serie

02.01.2013
 

Sky hält an seinem Plan fest, eine eigene Serie auf den Weg zu bringen. Doch der Sender bittet (weiter) um Geduld: "Wir brauchen noch etwas Zeit, bis wir uns an eine eigene Produktion wagen", so Sky-Programmchef Gary Davey gegenüber dem "Handelsblatt". Zwei, eher drei Jahre würden vergehen, bis man selbst aktiv werde.

Sky hält an seinem Plan fest, eine eigene Serie auf den Weg zu bringen. Doch der Sender bittet (weiter) um Geduld: "Wir brauchen noch etwas Zeit, bis wir uns an eine eigene Produktion wagen", so Sky-Programmchef Gary Davey gegenüber dem "Handelsblatt" (Mittwochsausgabe). Zwei, eher drei Jahre würden vergehen, bis man selbst aktiv werde. Davey bekräftigte damit noch mal seinen Zeitplan, den er bereits im Interview mit dem kressreport genannt hatte (kress.de vom 27. April 2012).

Der Grund für die Wartezeit sei, dass die Messlatte sehr hoch liegen würde. Schließlich gebe es gute Ware auf dem Markt zu kaufen, so Davey im neuen Jahr gegenüber dem "Handelsblatt". Deutsche Fiction-Produzenten scharren schon lautstark mit den Hufen. Sie können es kaum erwarten, dass Sky mit lokalen Eigenproduktionen loslegt. 

"Entscheidung über Harald Schmidt Show noch nicht gefallen"

Ein selbst erstellter Inhalt ist auch die "Harald Schmidt Show". Harald Schmidt passe perfekt zu Sky, "so jemanden  haben wir gesucht", sagte Davey dem "Handelsblatt". Schmidts Talkshow wird den Sky-Abonnenten in jedem Fall noch bis kommenden Mai erhalten bleiben. Was danach passiert - unklar. Laut Davey ist die Entscheidung noch nicht gefallen, aber man sei sehr zufrieden mit Harald Schmidt.

Stolz ist Davey auf den neuen Kanal "Sky Atlantic", der vorwiegend die Serien des erfolgreichen US-Bezahlkanals HBO ("Game of Thrones" "True Blood") ausstrahlt. Mit ihm könne Sky neue Zielgruppen erschließen. "Wir werden weiblicher, jünger und attraktiver für anspruchsvolles Publikum."

In dieser Woche gab das Münchner Unternehmen bekannt, dass der Vertrag mit dem Vorstandsvorsitzenden Brian Sullivan um zwei Jahre verlängert worden sei. Sullivan konnte beim chronisch defizitären Bezahlsender Sky im Jahr 2012 einige Erfolge verbuchen: Im zweiten und dritten Quartal gab es einen operativen Gewinn. Zuvor steckte Sky im operativen Geschäft vier Jahre in der Verlustzone fest. Die Gesamtkundenzahl lag Ende September bei 3,21 Mio.

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