Zusammenarbeit in Text und Bild: dpa- und AP-Partnerschaft gestartet

 

Der Startschuss für die Kooperation zwischen der Nachrichtenagentur dpa und der Associated Press (AP) ist gefallen. Kunden können nun den AP-Bilderdienst sowie den AP European News Service in englischer Sprache über die dpa beziehen.

Der Startschuss für die Kooperation zwischen der Nachrichtenagentur dpa und der Associated Press (AP) ist gefallen. Kunden können nun den AP-Bilderdienst sowie den AP European News Service in englischer Sprache über die dpa beziehen. Beide Dienste bieten tagesaktuelle Nachrichten aus der ganzen Welt.

Über die dpa-Tochter Picture Alliance erhalten Kunden außerdem einen Zugang zu AP-Archivmaterial und –Partnerbildern. Außerdem baut die dpa derzeit einen AP-Auslandsdienst in deutscher Sprache auf, der seine Produktion noch im Januar aufnehmen soll. Ab 1. Februar 2013 besitzt die dpa zudem die exklusiven Vermarktungsrechte für AP-Texte in Deutschland, Österreich und der Schweiz, für Fotos in Deutschland und Österreich.

Der AP-Auslandsdienst ist als Ergänzung zur Auslandsberichterstattung im dpa-Basisdienst und –Europadienst konzipiert. Schwerpunkte werden u.a. die internationale Politik sowie Themen für Panoramaseiten sein – von Naturkatastrophen über Kuriositäten aus aller Welt bis zu den Hollywoodstars.

"Mit unserem Angebot stellen wir sicher, dass die von AP gesammelten Nachrichten weiterhin und dauerhaft im deutschsprachigen Raum verfügbar bleiben", sagt Michael Segbers, Vorsitzender der Geschäftsführung der dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH. "Damit leisten wir einen Beitrag zur Angebotsvielfalt auf unseren Nachrichtenmärkten."

Hintergrund: Grundlage der Zusammenarbeit von AP und dpa auf den deutschsprachigen Märkten ist eine im November 2012 geschlossene, langfristige Kooperationsvereinbarung (kress.de vom 14. November 2012). Zuvor hatte dpa-Konkurrent dapd mit der AP zusammengearbeitet. dapd hatte die Kündigung durch AP sowohl aus insolvenzrechtlicher Sicht als auch aufgrund der Vertragsregeln zuerst als "unwirksam" kommentiert (kress.de vom 16. November 2012). AP nannte als Gründe für die Beendigung der Kooperation sowohl den dapd-Insolvenzantrag als auch ausstehenden Zahlungen (kress.de vom 20. November 2012).

Bei dapd soll nun das auf Wirtschaftsnachtrichten spezialisierte Unternehmen Dow Jones AP bei der Belieferung von Auslandsnachrichten ablösen (kress.de vom 20. Dezember 2012). Die dapd ist 2010 aus der Fusion von ddp mit dem deutschen AP-Ableger hervorgegangen und versorgte ihre Kunden in Lizenz bis Ende 2012 auch mit AP-Bild- und Fotomaterial aus aller Welt.

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