ZDF-Herzkino-Chefin Hempel im kress-Interview: "Melodram und Komödie sind unterrepräsentiert"

 

Heike Hempel (Foto), 47, streitet für zwei Klassiker der Unterhaltung: "Ich finde, dass Komödie und Melodram eine Renaissance verdient haben", sagt die Leiterin Unterhaltung-Wort des ZDF. Mit ihnen ließen sich im Fernsehen die wichtigen Fragen des Lebens ergründen und unterhaltsam erzählen. Die Erzählmuster der 90er-Jahre - Mann und Frau küssen sich vor einem Sonnenuntergang - hält die sie dagegen für überholt.

Heike Hempel (Foto), 47, streitet für zwei Klassiker der Unterhaltung: "Ich finde, dass Komödie und Melodram eine Renaissance verdient haben", sagt die Leiterin Unterhaltung-Wort des ZDF. Mit ihnen ließen sich im Fernsehen die wichtigen Fragen des Lebens ergründen und unterhaltsam erzählen. Die Erzählmuster der 90er-Jahre - Mann und Frau küssen sich vor einem Sonnenuntergang - hält die sie dagegen für überholt.

Seit Januar ist Heike Hempel u.a. auch für die Vorabendserien (u.a. "Rosenheim-Cops"), das "Herzkino" und die Freitagskrimis "Letzte Spur Berlin" und "Flemming" zuständig. Die frühere Regieassistentin, Dramaturgin und Producerin ist davon überzeugt, dass die Trennung von alten Marken wie "Der Landarzt" und "Forsthaus Falkenau" dem ZDF guttun werde. "Unsere Aufgabe ist es, den Generationenabriss zu verhindern", sagt Hempel im Interview mit kressreport. Mit ihren Geschichten will sie die Lebenswirklichkeit der 40- bis 60-jährigen Zuschauer treffen – auf intelligente Weise. "Als öffentlich-rechtlicher Sender wollen und müssen wir den Anspruch an eine bestimmte Substanz erfüllen", sagt Hempel, "an Geschichten, die temporeich, humorvoll, lebensnah und emotional sind."

Ihr aktuelles Großprojekt: Zusammen mit Produzent Nico Hofmann, 53, "Dresden"-Autor Stefan Kolditz, 56, und "Hindenburg"-Regisseur Philipp Kadelbach, 38, arbeitet sie an "Unsere Mütter, unsere Väter". Der teamWorx-Dreiteiler erzählt die Lebenswege fünf junger Freunde im Zweiten Weltkrieg und ist für Mitte März programmiert.

Im kressreport 1/2013 (erscheint am 11. Januar) spricht Hempel nicht nur über die Arbeiten an dem Großprojekt. Sie überlegt auch, wie eine Familien-Serie 2.0 aussehen könnte und verrät, wie sie ihre Ideen im laufenden Programm testet.

Hier geht es zum kostenlosen kressreport-Probe-Abo ...

Und hier können Sie einzelne kressreport-Ausgaben kaufen ...

Ihre Kommentare
Kopf
Inhalt konnte nicht geladen werden.