"Die Marke glänzt nicht": Neuer Chef Wichmann sieht "stern" kritisch

 

Der neue "stern"-Chef Dominik Wichmann schmiert seinem Blatt keinen Honig um den Mund: "Die Marke glänzt nicht", auch wenn der "stern" "immer noch die meistgelesene Zeitschrift in Deutschland" sei. Die Erwartungen der "stern"-Leser seien sehr hoch, sagt Wichmann in einem Interview mit der "Zeit", "und wir erfüllen sie derzeit nicht gut genug, sonst hätten wir eine höhere Auflage und ein besseres Image."

Der neue "stern"-Chef Dominik Wichmann schmiert seinem Blatt keinen Honig um den Mund: "Die Marke glänzt nicht", auch wenn der "stern" "immer noch die meistgelesene Zeitschrift in Deutschland" sei. Die Erwartungen der "stern"-Leser seien sehr hoch, sagt Wichmann in einem Interview mit der "Zeit", "und wir erfüllen sie derzeit nicht gut genug, sonst hätten wir eine höhere Auflage und ein besseres Image."

"Der 'stern' müsse  das Leben lieben", sagt Wichmann weiter. "Wenn ich mir das aktuelle Heft anschaue, dann tun wir das nicht konsequent genug. Ich will wieder mehr Wert auf das Erzählen in Bildern legen, auf Interviews, Augenzeugenberichte. Weil es die wärmeren, empathischeren, unmittelbareren Ausdrucksformen sind." Print dürfe den Leser nicht kaltlassen.

Auch mit dem digitalen "stern" hat Wichmann einiges vor: Die iPad-App und "stern.de" sollen überarbeitet werden. Man könne nur ein gutes digitales Angebot machen, wenn man genau weiß, welche Haltung die gesamte Marke hat, so der neue Chefredakteur. "Die Fliehkräfte, denen die großen Medienmarken unterliegen, sind enorm. Denen müssen wir Bindungskräfte entgegensetzen. Wir müssen uns klar darüber sein, wie wir das Versprechen, das wir geben, auch im Digitalen einlösen."

"Nannen würde ein Social-Media-Start-up gründen"

Über den"stern"-Gründer Henri Nannen sagt Wichmann, dass dieser "heute keine Zeitschrift in Hamburg gründen würde, sondern wahrscheinlich ein journalistisches Social-Media-Start-up."

Als "großartig" bezeichnet Wichmann den Wandel, den seine Vorgänger Thomas Osterkorn und Andreas Petzold angestoßen haben. Osterkorn und Petzold begleiten Wichmann noch bis Mai, danach hält er das Zepter allein in der Hand (kress.de vom 14. Januar 2013).

Ihre Kommentare
Kopf

christa hasselhorst

17.01.2013
!

Der STERN ist - leider, leider - ein verblasster Mythos. Nicht nur, dass er nicht mehr glänzt, es gibt auch keinen Grund mehr, ihn - wie einst - kaufen zu müssen.
Wirklich positiv und ein Hoffnungsschimmer: der neue CR gibt dies sogar zu!
Dann kann es ja nur besser werden.


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