"400 weniger sind zu viel!": Gewerkschaften rufen ZDF-Mitarbeiter zur Demo auf

21.01.2013
 

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und der Deutsche Journalistenverband (DJV) haben zu einer Demonstration auf dem Mainzer Lerchenberg aufgerufen, dem Sitz des ZDF. Dies berichtet das "Handelsblatt". Mit der Aktion, die am kommenden Mittwoch um 12 Uhr starten soll, wollen die Arbeitnehmervertreter gegen den geplanten Stellenabbau beim ZDF protestieren.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und der Deutsche Journalistenverband (DJV) haben zu einer Demonstration auf dem Mainzer Lerchenberg aufgerufen, dem Sitz des ZDF. Dies berichtet das "Handelsblatt" (Montagsausgabe). Mit der Aktion, die am kommenden Mittwoch um 12 Uhr starten soll, wollen die Arbeitnehmervertreter gegen den geplanten Stellenabbau beim ZDF protestieren. Motto: "400 weniger sind zu viel!"

Der Sparkurs soll insbesondere Teilzeitkräfte und freie Mitarbeiter treffen. "In vielen Fällen nimmt das bereits existenzielle Ausmaße an. Im ZDF entstehen prekäre Beschäftigungsverhältnis", warnen Verdi und DJV dem "Handelsblatt" zufolge in einem Flugblatt. "So verliert das ZDF diejenigen, die gebraucht werden, um den demographischen Wandel zu bewältigen." Für die Gewerkschaften sei die Demonstration auch ein Test, um zu sehen, ob die Belegschaft der Rundfunkanstalt mobilisiert werden könne, heißt es im "Handelblatt"

Anfang Dezember hatte kress exklusiv berichtet, dass das ZDF bis zu 400 Stellen abbauen muss, um die KEF-Vorgaben zu erfüllen. Zuvor war stets von etwa 300 Stellen die Rede. Die Mitarbeiter des ZDF wandten sich bereits mit einer Resolution an die Mitglieder der KEF. Darin forderten sie die Kontrollkommission dringend auf, die Sparauflagen zu überdenken und auf ein realisierbares Maß zu reduzieren: "Ein weiterer massiver Personalabbau ist nicht mehr möglich, ohne unseren öffentlich-rechtlichen Programmauftrag schwer und nachhaltig zu beeinträchtigen."

Das ZDF hat 3.600 Angestellte und 6.000 freie Mitarbeitern. Die unabhängige Finanzkommission KEF verlangt vom ZDF zwischen 2013 und 2016 Einsparungen von insgesamt 75 Millionen Euro.

Ihre Kommentare
Kopf

Andreas Tsilis

21.01.2013
!

Das ist ein Dominoeffekt: Wenn sich ein Verlag heraustraut, Pleite macht oder Mitarbeiter entlässt, ziehen andere nach. Andererseits frage ich mich, wie es möglich ist, dass beim ZDF 6000 Mitarbeiter frei arbeiten (müssen). Mal abwarten, welche weiteren Hiobsbotschaften wir erwarten dürfen.


Glück

21.01.2013
!

Wenn Politiker keine Ahnung haben, sei es von der Medien Landschaft, dann sollten sie sich nicht einmischen. Es ist doch genauso, wenn Merkel bei sich Jobs einsparen muss, dann hätte sie keinen Schreiber, keine Sekretärin, keinen Friseur und wie kommt sie alleine damit klar, wenn sei alles alleine machen müsste. Genauso ist es, sei es bei den Nachrichten, man braucht Leute wie die Redakteure die die Nachrichten suchen und finden, dort vor Ort berichten, man braucht technische Geräte die die Me


Glück

21.01.2013
!

Wir brauchen das ZDF mit der ganzen Mannschaft und den Mainzelmännchen, wie die Werbung und die drei Buchstaben, ZDF, zuerst die Familie, es ist ein Familienprogramm. Alle ZDF Leute die dort arbeiten sollten ruhig streiken, damit die Welt merkt, wir brauchen das ZDF. Auch sollten alle Freie Mitarbeiter einen Festvertrag bekommen, damit das eigene Leben erträglich wird.? Nein, alle Bürger sollten mithelfen, dass das ZDF bleiben kann und soll. Ich bin für das ZDF mit der ganzen Mannschaft.


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