hr-Intendant: Reitze will sich früher wiederwählen lassen

 

Helmut Reitze (Foto), Intendant des Hessischen Rundfunks (hr), will sich in der Fernsehratssitzung am Freitag, 25. Januar, für weitere fünf Jahre im Amt bestätigen lassen – dabei ist er noch zwei Jahre im Amt. Ein Sendersprecher bestätigte das verfrühte Wahlvorhaben gegenüber dem "Spiegel".

Helmut Reitze (Foto), Intendant des Hessischen Rundfunks (hr), will sich in der Fernsehratssitzung am Freitag, 25. Januar, für weitere fünf Jahre im Amt bestätigen lassen – dabei ist er noch zwei Jahre im Amt. Ein Sendersprecher bestätigte das verfrühte Wahlvorhaben gegenüber dem "Spiegel". Reitze ist bereits seit dem 13. Januar 2003 hr-Intendant.

In Rundfunkratskreisen munkele man, dass hinter der vorgezogenen Wahl politisches Kalkül stehe: Im Herbst soll in Hessen voraussichtlich ein neuer Landtag gewählt werden. Aus Angst vor einer Niederlage wollen CDU und FDP den als CDU-nah geltenden Reitze halten, heißt es. 

SPD und Grüne haben sich laut "Spiegel" mit Reitze arrangiert. Sie sollen allerdings ein Terminproblem haben: "Selbst im Fall eines Wahlsiegs könnte eine rot-grüne Regierung den Rundfunkrat nicht so schnell neu besetzen, dass eine solche Aktion noch Einfluss auf die turnusgemäße Wahl hätte." Ihre Sorge: Die Union könnte dann versuchen, für bis zu neun Jahre einen sogenannten Hardliner zu installieren wie etwa Dirk Metz, den ehemaligen Regierungssprecher von Roland Koch", heißt es im "Spiegel".

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