"stern" erhält neue Redaktionsstruktur: Wichmann will "Umfeld für journalistische Spitzenleistungen"

22.01.2013
 

Die Chefredaktion um Dominik Wichmann, Thomas Osterkorn und Andreas Petzold hat am Dienstag eine neue Redaktionsorganisation für den "stern" vorgestellt. In Zukunft werde es eine einheitliche Markenführung für Print und digitale Medien geben. Die Redaktion von "stern" und "stern.de" soll dazu im Laufe des Jahres in eine "gemeinsame Organisationsstruktur" überführt werden. 

Die Chefredaktion um Dominik Wichmann, Thomas Osterkorn und Andreas Petzold hat am Dienstag eine neue Redaktionsorganisation für den "stern" vorgestellt. In Zukunft werde es eine einheitliche Markenführung für Print und digitale Medien geben. Die Redaktion von "stern" und "stern.de" soll dazu im Laufe des Jahres in eine "gemeinsame Organisationsstruktur" überführt werden. 

Sechs Managing Editors betreuen künftig jeweils einen der vier Heftteile in der neuen Blattstruktur des "stern" - sowie Online und New Channels. Sie sind verantwortliche Blatt- und Sitemacher ihres Bereichs. Die Managing Editors werden aus der Redaktion für jeweils zwei Jahre berufen.

Künftig vier Ressorts: Deutschland, Welt, Leben und Wissen

Die inhaltliche Ebene verantworten weiterhin die Ressorts mit ihren Teams. Die Ressorts sind medienübergreifend tätig. In Zukunft wird es vier Ressorts beim "stern" geben, die von Doppelspitzen geleitet werden: das Ressort "Deutschland" mit den deutschen Außenbüros, das Ressort "Welt", hierzu gehören alle "stern"-Korrespondenten, das Ressort "Leben" und das Ressort "Wissen".

Hinzu kommen die Bildredaktion und die Grafik, zu der Titel, Infografik und Bildtechnik zählen. Recherche und Textproduktion liegen in der neuen Textredaktion. Sie besteht aus Autoren, Redakteuren und Reportern sowie der investigativen Recherche. Die Textredaktion arbeitet ressortübergreifend. Die Führung übernehmen Teamleiter, die ebenfalls auf zwei Jahre berufen werden. Insgesamt gibt es fünf Teams: drei Text-Teams, ein Team Investigative Recherche und das Team Dokumentation und Lektorat.

"Miteinander" und "Rotation"

Der frisch gebackene und bald alleinige Chefredakteur Dominik Wichmann erklärt, dass es bei der Ausarbeitung der neuen Redaktionsstruktur wichtig gewesen sei, "ein einzigartiges Umfeld für journalistische Spitzenleistungen zu schaffen". Ein Umfeld, dass Vertrauen schaffen würde und Wisstenstransfer und Vernetzung fördere. Das erreiche man mit interdisziplinären Teams, die Verantwortung für eigene Ergebnisse übernehmen würden und die auf die Ergebnisse stolz seien.

Andreas Petzold: "Es ist so, als würde man eine neue Stadt bauen. Und jeder, ganz gleich, welche Aufgabe er künftig übernehmen wird, verhält sich wie ein guter Bürger - mit Gemeinsinn und Verantwortung." Und auch Thomas Osterkorn, der mit Petzold im Mai in die Herausgeberrolle wechselt, spricht von "Miteinander". "Rotation" sei dabei eines der neuen Prinzipien - "das bietet Chancen für die gesamte Redaktion".

Wichmann, Petzold und Osterkorn haben nach eigener Aussage in den vergangenen Monaten das Konzept für den neuen "stern" entwickelt. In einem "Zeit"-Interview hatte Wichmann zuletzt kritisiert, dass die Marke "stern" nicht glänzen würde.

Der "stern" arbeitet ab März auch mit einer neuen Leadagentur zusammen: Heimat Berlin betreut künftig die gesamte Markenkommunikation des Magazins.

Ihre Kommentare
Kopf

weiter so

23.01.2013
!

Das Schöne ist doch, dass jeder nicht-Käufer eine klare Aussage darüber macht, was man von diesen Aussagen hält.
Weiter so! Bitte mehr „ einzigartiges Umfeld für journalistische Spitzenleistungen“. Dann hat sich das Problem stern bald erledigt.


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