agma stellt "verändertes Mediennutzungsverhalten" fest: Zeitschriften-Reichweite geht um 0,5 Prozentpunkte zurück

23.01.2013
 

Die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (agma) hat am Mittwoch die Reichweiten der ma 2013 Pressemedien I veröffentlicht. 92,2% der über 14-Jährigen in Deutschland nutzen Publikumszeitschriften. Das sind 64,74 Mio Leser (bei einer Grundgesamtheit der deutschsprachigen Bevölkerung von 70,2 Millionen).

Die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (agma) hat am Dienstag die Reichweiten der ma 2013 Pressemedien I veröffentlicht. 92,2% der über 14-Jährigen in Deutschland nutzen Publikumszeitschriften. Das sind 64,74 Mio Leser (bei einer Grundgesamtheit der deutschsprachigen Bevölkerung von 70,2 Millionen). Damit ging die Nettoreichweite im Vergleich zur ma 2012 Pressemedien II um 0,5 Prozentpunkte zurück. Im langfristigen Vergleich - über acht Jahre - büßten die Zeitschriften 2,1 Prozentpunkte ihrer Reichweite ein.

Auch wenn die agma beteuert, dass Publikumszeitschriften in den vergangenen Jahren kaum Reichweite eingebüßt hätten, muss auch sie feststellen, dass insgesamt ein "verändertes Mediennutzungsverhalten der Menschen" feststellbar sei. Die Titel würden selektiver genutzt, Teile der Nutzung verlagerten sich ins Internet.

"Bei einem immer breiteren Medienangebot entscheidet die Relevanz eines Titels darüber, ob er im Relevant Set des Lesers einen festen Platz behält. Das gilt für alle Zeitschriftensegmente gleichermaßen", erklärt Christian Goedecke, Vorstand Publikumszeitschriften der agma.

Die am stärksten genutzten Gattungen sind nach wie vor die Programmzeitschriften (von 62,6 Prozent der über 14-Jährigen), gefolgt von der Gattung der Aktuellen Zeitschriften/Magazine zum Zeitgeschehen (45,7 Prozent). Diese beiden größten Segmente verlieren leicht um 0,4 respektive 1,7 Prozentpunkte.

Für die ma 2013 Pressemedien I wurde die Nutzung von insgesamt 38.529 Personen erhoben.

Ihre Kommentare
Kopf
Inhalt konnte nicht geladen werden.