Im Gesamtjahr 2012: Google setzt erstmals mehr als 50 Mrd Dollar um

 

Google hat im vierten Quartal prächtig verdient: Den Smartphone-Hersteller Motorola mit eingerechnet, stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 36% auf 14,42 Mrd US-Dollar, ohne Motorola um 22% auf 12,91 Mrd Dollar. Der Nettogewinn legte von 2,71 Mrd Dollar im vierten Quartal 2011 auf 2,89 Mrd Dollar zu (+7%). Im gesamten Geschäftsjahr 2012 hat Google erstmals mehr als 50 Mrd Dollar umgesetzt.

Google hat im vierten Quartal prächtig verdient: Den Smartphone-Hersteller Motorola mit eingerechnet, stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 36% auf 14,42 Mrd US-Dollar, ohne Motorola um 22% auf 12,91 Mrd Dollar. Der Nettogewinn legte von 2,71 Mrd Dollar im vierten Quartal 2011 auf 2,89 Mrd Dollar zu (+7%). Im gesamten Geschäftsjahr 2012 hat Google erstmals mehr als 50 Mrd Dollar umgesetzt. Die Anleger honorierten die Zahlen: Nachbörslich legte die Aktie um 5% zu.

Im Kerngeschäft lief es rund für Google: Die Umsätze mit Suche und Werbung legten um 22% auf bereits erwähnte 12,91 Mrd Dollar zu und die Paid Clicks (Zahl der Klicks auf die Werbung) stieg um 24%. Die Kosten pro Klick, die Werbekunden an Google zahlen, sanken im Vergleich zum Vorjahr zwar um 6%, doch im Vergleich zum dritten Quartal legten sie um 2% zu.

Der Trend hin zu mehr mobiler Nutzung und folglich auch mehr mobiler Werbung führte in der Vergangenheit für sinkende Kosten pro Klick, da Werbungtreibende für Anzeigen auf mobilen Endgeräten weniger ausgeben als für Anzeigen im stationären Internet. Auf die Frage, ob die Kosten pro Klick im mobilen Umfeld jemals höher sein werden als im stationären Netz, antwortete CEO Larry Page ausweichend: Ein Wert werde immer größer sein als der andere - er wisse nur nicht welcher. Er wünsche sich Websites, die auf allen Geräten gut funktionieren. Speziell an mobile Endgeräte angepasste Seiten findet er nervig und verwirrend.

Geräte und die passende Software Chrome und Android wären eine der größten Wetten gewesen, die Google in den vergangenen Jahren einging, so Page. Doch offensichtlich müsse man beim Befriedigen der Nachfrage besser werden - womit der CEO das ständig ausverkaufte Smartphone Nexus 4 ansprach.

Lebensdauer der Batterie sei ein "riesiges Problem"

Wischiwaschi waren die Äußerungen von CEO Page zur Hardware-Strategie seines Unternehmens, in der der 12,5 Mrd teure Zukauf namens Motorola eine entscheidende Rolle spielt. In der Telefonkonferenz wurde es nicht konkreter als: "Die Lebensdauer der Batterie ist ein riesiges Problem. Man sollte nicht ständig an das Aufladen des Telefons denken müssen. Wenn man das Telefon fallen lässt, sollte es nicht kaputtgehen. Alles sollte viel schneller und einfacher sein." Kein Wort zum X Phone, an dem Google und Motorola angeblich arbeiten.

Warum Motorolas Produkte bisher Googles Handschrift vermissen lassen, erklärte Finanzvorstand Patrick Pichette: "Wir haben eine Produkt-Pipeline von 12 bis 18 Monaten übernommen und arbeiten diese noch immer ab."

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