Zeitungsverleger freuen sich über Rekordwerte: E-Paper-Verkauf steigt um 75%

23.01.2013
 

Über Rekord-Verkaufzahlen beim E-Paper freut sich der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV). Nachdem die Verlage im dritten Quartal noch 227.669 Exemplare meldeten, waren es im vierten Quartal des vergangenen Jahres 275.865. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stiegen die E-Paper-Verkäufe gar um 75% oder 118.547 Exemplare; und zu Dezember 2009 verdreifachten sie sich. 

Über Rekord-Verkaufzahlen beim E-Paper freut sich der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV). Nachdem die Verlage im dritten Quartal noch 227.669 Exemplare meldeten, waren es im vierten Quartal des vergangenen Jahres 275.865. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stiegen die E-Paper-Verkäufe gar um 75% oder 118.547 Exemplare; und zu Dezember 2009 verdreifachten sie sich. Auch die Zahl der Zeitungstitel, die überhaupt digitale Faksimile anbieten, wuchs erneut (2012: 124 / 2011: 90).

Im Vergleich macht das E-Paper aber freilich nur ein kleines Stück des Kuchens aus: Insgesamt verkauften die deutschen Zeitungsverlage im vierten Quartal 2012 nach BDZV-Angaben 22,58 Mio Tages-, Wochen- und Sonntagszeitungen pro Erscheinungstag (E-Paper + Print). Die Tageszeitungen kamen auf 17,84 Millionen Exemplare. Davon entfielen 13,07 Millionen auf die lokalen und regionalen Abonnementzeitungen, gut 3,37 Millionen auf die Kaufzeitungen und weitere 1,4 Millionen auf die nach der Einstellung der "FTD" nun noch neun überregionalen Blätter. Zum gleichen Zeitpunkt hätten die Wochenzeitungen 2,97 Millionen regelmäßige Verkäufe und die Sonntagzeitungen wöchentlich 1,77 Millionen Käufer gefunden.

Abo

Das "Rückgrat der Verlage" bleibt, so der BDZV, nach wie vor das Abo. Per Abonnement wurden im vierten Quartal 15,56 Mio Exemplare und damit zwei Drittel der Zeitungsauflage abgesetzt. Besonders wichtig war dieser Vertriebsweg für die Lokal- und Regionalzeitungen (11,87 Millionen Exemplare), was 91 Prozent ihrer Gesamtauflage entsprach. Dahinter folgten prozentual die Wochenzeitungen (83 Prozent / 1,49 Millionen Exemplare), die überregionalen Blätter und die Sonntagszeitungen. Sie verbreiteten 62 beziehungsweise 38 Prozent ihrer Auflage über diesen Kanal. Weniger von Bedeutung war das Abo hingegen für die Boulevardzeitungen, die hierrüber nur gut sechs Prozent ihrer Exemplare an den Käufer brachten (215.000 Exemplare). Gegenüber dem vierten Quartal 2011 bedeutet dies jedoch einen Anstieg um fünf Prozent, wie der BDZV an diesem Mittwoch mitteilte.

Kiosk

Beim Kioskgeschäft habe sich "erwartungsgemäß" ein ganz anderes Bild gezeigt. Hier führten die Kaufzeitungen die Statistik deutlich an (2,96 Millionen Exemplare / 88 Prozent). Die Überregionalen kamen auf 168.616 Exemplare - und damit weniger als im Bordexemplar-Geschäft. Die lokalen und regionalen Abonnementzeitungen setzten im Einzelgeschäft 637.192 Exemplare ab, die Wochenzeitungen 106.513 und die Sonntagszeitungen 1,58 Millionen Exemplare, was in dieser Gruppe 53 Prozent der Auflage entsprach. Insgesamt entfielen auf diesen Vertriebsweg 5,49 Millionen Ausgaben, also gut ein Viertel der Gesamtauflage. Weitere eine Million Exemplare wurden als Sonstiger Verkauf und 563.150 als Bordexemplare verbucht, die aufgrund ihrer besonders mobilen und attraktiven Leserschaft gesondert ausgewiesen werden. Neben den Überregionalen waren vor allem die Sonntagszeitungen in diesem Segment besonders stark (178.783 Exemplare / sechs Prozent).

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