Börse von Apple enttäuscht: Die Traum-Marge bröckelt

 

Zwar legten die Verkäufe des iPad um 48% auf 22,9 Mio Stück und des iPhones um 29% auf 47,8 Mio Stück zu, doch die Anleger waren von Apple trotzdem enttäuscht. Nachbörslich verlor die Apple-Aktie um 10%. Obwohl der Umsatz im ersten Geschäftsquartal, das von Oktober bis Dezember 2012 ging, deutlich anzog, stagnierte der Nettogewinn wegen höherer Kosten auf Rekordniveau.

Zwar legten die Verkäufe des iPad um 48% auf 22,9 Mio Stück und des iPhones um 29% auf 47,8 Mio Stück zu, doch die Anleger waren von Apple trotzdem enttäuscht. Nachbörslich verlor die Apple-Aktie um 10%. Der Umsatz im ersten Geschäftsquartal, das von Oktober bis Dezember 2012 ging, zog kräftig um 18% auf 54,5 Mrd US-Dollar an. Analysten hatten allerdings einen Tick mehr erwartet. Die Gewinnentwicklung hielt mit den Umsatzanstieg nicht Schritt. Mit 13,1 Mrd Dollar ist der Nettogewinn so hoch wie vor einem Jahr. Analysten hatten mit einem Rückgang gerechnet.

Die Bruttomarge, die angibt, wie viel Apple nach Abzug der Herstellungskosten verdient, sank von 44,7% vor einem Jahr auf 38,6%. Für das zweite Quartal rechnet Apple mit 37,5 bis 38,5%. Den Umsatz, der traditionell unter dem des Weihnachtsquartals liegt, sieht Apple zwischen 41 und 43 Mrd US Dollar. Auch vom Ausblick hatten sich Analysten mehr versprochen.

In der Telefonkonferenz ging CEO Tim Cook (Foto) auch auf die angeblich sinkende iPhone-Nachfrage ein. In entsprechenden Gerüchten war von Auftragskürzungen bei Zulieferern die Rede. "Selbst wenn ein Datenpunkt korrekt wäre, wäre es unmöglich, seine Bedeutung für unser gesamtes Geschäft einzuschätzen, da die Zulieferkette sehr komplex ist und wir mehrere Quellen haben, die sich unterschiedlich entwickeln können."

Wenn es um zukünftige Produkte geht, lässt sich Apple nicht in die Karten schauen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Cook in der Telefonkonferenz nichts Konkretes zu einem möglichen billigen iPhone sagte. Einzig die Antwort auf die Frage, wie Apple auf die stark wachsende Nachfrage nach preiswerten Smartphones reagiere, könnte als argumentative Vorbereitung auf ein billiges iPhone verstanden werden. "Wir wollen nur die besten Produkte herstellen, doch was bedeutet das für den Marktanteil? Wir waren dazu bereits in der Lage und ich glaube, wir haben eine gute Erfolgsbilanz beim iPod, den es in verschiedenen Varianten zu unterschiedlichen Preisen gibt."

Wenig überraschend kündigte Cook auch keinen Apple-Fernseher an. Die Streaming-Box Apple TV habe sich besser verkauft als jemals zu vor, sagte er nur. Über 2 Mio verkaufte Geräte wären fast 60% mehr als im Vorjahr. Er könne lediglich sagen, dass Apple weiter sehr an dem Markt interessiert sei.

(Apple, "Yahoo Finance", "Marketwatch")

Ihre Kommentare
Kopf
Severin Tatarczyk
24.01.2013
!

Ciro

24.01.2013
!

Das Problem ist, dass sich jeder Hans-Wurst für das Orakel von Delphi hält.


X

Kommentar als bedenklich melden

 
×

Bestätigung

Dieser Kommentar wurde erfolgreich gepetzt.

×

Oooooooooops

Beim Petzen trat ein Fehler auf. Versuchen Sie es bitte noch einmal.

Inhalt konnte nicht geladen werden.