Politikchef und Kanzlerkorrespondent gehen: Aderlass bei dapd

 

Der Neustart der dapd Nachrichten GmbH steht zumindest personell unter keinem guten Stern: Kanzlerkorrespondent Stefan Lange (Foto), 45, verlässt die Agentur in Richtung Dow Jones, Politikchef Torsten Holtz, 39, wechselt im März zur dpa.

Der Neustart der dapd Nachrichten GmbH steht zumindest personell unter keinem guten Stern: Kanzlerkorrespondent Stefan Lange, 45, verlässt die Agentur in Richtung Dow Jones. Lange arbeitete u.a. für AP, ehe die zwei Agenturen 2009 fusionierten. Am heutigen Montag fängt er im Berliner Büro von Dow Jones/"Wall Street Journal" an. Sein Schwerpunkt bleibt die Bundespolitik.

Neben Lange wird auch Politikchef Torsten Holtz, 39, der dapd den Rücken kehren. Er wechselt zum 1. März zu dpa und wird sich dort in das neu gegründete AP-Team einreihen, das den englischsprachigen Textdienst bearbeitet. Holtz leitete seit 2010 gemeinsam mit Stefan Uhlmann die dapd-Politikredaktion. Zuvor arbeitete er in unterschiedlichen Funktionen für AP. 

Außerdem wird Kathrin Sabeth Ohl, 47, Redaktionsleiterin Ratgeber und Themendienst, zu Mitte Februar die Agentur auf eigenen Wunsch verlassen. Sie war seit 1999 in der Position für ddp tätig. Ohl wechselt in die Selbstständigkeit.

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass  Melanie Ahlemeier dapd verlässt. Ahlemeier hatte nach dem Weggang von Cord Dreyer gemeinsam mit Dirk von Bostel die Chefredaktion übernommen. Bereits unter Dreyer, der sowohl als Vorstand, Chefredakteur und Geschäftsführer der dapd tätig war,waren die beiden Mitglieder der Chefredaktion. Sie gehe im Guten, betonte sie gegenüber "kress.de", und habe "Lust auf was Neues" (kress.de vom 29. Januar 2012).

Seit dem 1. Februar ist Ulrich Ende Miteigentümer und Geschäftsführer der dapd. Der Betrieb als Vollagentur mit den Basisdiensten Politik, Wirtschaft und Panorama, den zwölf Landesdiensten sowie den Themendiensten und Auslandsberichten. Fotodienste und Videoangebote soll weitergehen.

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