"Bild" hatte ihn als WDR-Chef ins Spiel gebracht: Claus Kleber verlängert "heute-journal"-Vertrag

01.02.2013
 

"heute-journal"-Anchorman Claus Kleber hat seinen Vertrag beim ZDF-"heute-journal" für weitere fünf Jahre verlängert. Dies bestätigte der 57-Jährige gegenüber dpa. Damit ist wohl auch klar, dass Kleber nicht Nachfolger von WDR-Intendantin Monika Piel wird.

"heute-journal"-Anchorman Claus Kleber hat seinen Vertrag beim ZDF-"heute-journal" für weitere fünf Jahre verlängert. Dies bestätigte der 57-Jährige gegenüber dpa. Damit ist wohl auch klar, dass Kleber nicht Nachfolger von WDR-Intendantin Monika Piel wird. Die "Bild" hatte Kleber als einen der Favoriten auf den Posten erklärt. Ebenfalls Kandidaten sollen der Zeitung zufolge WDR-Chefredakteur Jörg Schönenborn, WDR-Justitiarin Eva-Maria MichelBettina Reitz, Fernsehdirektorin des Bayerischen Rundfunks, und Bettina Schausten, Leiterin des ZDF-Hauptstadtstudios sein. 

Kleber sagte im Interview mit dpa, dass er sich auf die weitere Zeit beim ZDF freu. Zum Start seiner Moderation 2003 habe er sich zwar vorgenommen, dass bei 1000 Sendungen Schluss sein soll. "Diese Schwelle habe ich wohl schon vor zwei oder drei Jahren überschritten."

Am 3. Februar 2003 führte Kleber das erste Mal durch das "heute-journal". Seit dieser Zeit seien die Anforderungen an den Moderator gestiegen, die Zuschauer zu den Themen hinzuführen, sagte der Journalist. "Ganz wichtig ist, dass wir das Studio gewechselt haben." Damit habe das "heute-journal" seine Möglichkeiten immens verbessert, Dinge zu erklären und dramaturgisch interessanter aufzuarbeiten. "Ich glaube auch, dass die Sendung dadurch weniger statuarisch daherkommt, wir bewegen uns im Studio."

Man dürfe nicht runterschauen auf die Zuschauer, betonte Kleber. "Für mich ist der Maßstab immer der Schmied, der Facharbeiter, der kleine Unternehmer, der Angestellte. Und es gibt überhaupt keinen Grund, die niedlich anzusprechen." Als Moderator der Sendung habe er entschieden mehr Zeit, sich den Tag über mit Nachrichtenthemen auseinanderzusetzen. "Also bin ich verpflichtet, dass der Zuschauer es nicht nur versteht, sondern auch behält." Viele Bilder und Geschichten gingen ihm auch nach zehn Jahren im Job noch nahe, bekannte Kleber. "Ich stelle fest, dass es oft die ganz kleinen Szenen sind, die einen rühren. Etwa die Trauer einer einzelnen Frau. Das sind Bilder die mich stärker treffen als das Bild einer Bombenexplosion."

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Andreas Tsilis

01.02.2013
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Schön, dass der Claus dem Format erhalten bleibt, eine gute Entscheidung.


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