Nach Papst-Rücktritt: Sender punkten mit Nachrichten zum Heiligen Vater

12.02.2013
 
 

Papst Benedikt XVI hat am Montag überraschend angekündigt, sein Amt zum Ende des Monats niederzulegen. Im Internet kochten die Emotionen hoch und auch im Fernsehen war der Papst-Rücktritt ein gefragtes Thema. Am Abend zeigten sowohl das ZDF als auch Das Erste Sondersendungen.

Papst Benedikt XVI hat am Montag überraschend angekündigt, sein Amt zum Ende des Monats niederzulegen. Im Internet kochten die Emotionen hoch und auch im Fernsehen war der Papst-Rücktritt ein gefragtes Thema. Am Abend zeigten sowohl das ZDF als auch Das Erste Sondersendungen.

Der ARD-Brennpunkt “Sensation in Rom - Der Papst tritt zurück” brachte es ab 20.15 Uhr auf 3,59 Mio. Zuschauer (10,5%). Das ZDF erreichte eine knappe Stunde zuvor mit der Sendung “ZDF spezial: Papst Benedikt XVI tritt zurück” 3,02 Mio. Zuschauer und 10,0%. Das sind recht ordentliche Werte, wenn man bedenkt, dass die Meldung schon seit dem Vormittag auf allen Kanälen erzählt wurde. 5,13 Mio. (16,0%) sahen sich ab 20 Uhr die “Tagesschau” an und auch “heute” erwischte ab 19 Uhr einen guten Tag: 4,08 Mio. Zuschauer führten zu starken 14,9%.

Richtig gut lief es für die Nachrichtensendungen allerdings am Nachmittag, als die Papst-Meldung noch relativ frisch war. So interessierten sich um 13 Uhr 1,91 Mio. Menschen für eine “Tagesschau”-Sondersendung, der Marktanteil betrug 15,8%. Um 14 und 15 Uhr steigerten sich die Werte auf 18,4 und 19,2%

RTL informiert die jungen Zuschauer

Ebenfalls gefragt waren die Nachrichten bei RTL“RTL Aktuell” erreichte ab 18.45 Uhr 1,63 Mio. 14- bis 49-Jährige (19,5%). Insgesamt schalteten 4,18 Mio. Menschen ein. Und auch in der Primetime ging es für den Kölner Sender wieder bergauf. Ohne Jenny Elvers im Programm reichte es diesmal zu guten 16,7% bei “Rach - Der Restauranttester”. Gleichzeitig ist das aber der schwächste Wert, den die Sendung in der laufenden Staffel geholt hat.  “Wer wird Millionär?” blieb zuvor bei 13,4% in der Zielgruppe hängen, punktete aber mit 5,11 Mio. Gesamtzuschauern - keine andere Sendung konnte am Montag ab 20.15 Uhr mehr Menschen vor den TV-Geräten fesseln.

Richtig stark präsentierten sich einmal mehr vier Folgen der “Big Bang Theory” ab 21.15 Uhr. Bis zu 16,3% holte die US-Sitcom bei ProSieben und landete damit letztlich auch vor Schwestersender Sat.1. Dort kam "Danni Lowinski" auf ebenfalls gute 12,8% beim jungen Publikum, 1,60 Mio. 14- bis 49-Jährige schalteten ein. “Der letzte Bulle” erreichte danach mit 14,2% bei 1,78 Mio. werberelevanten Zuschauern einen neuen Negativwert in der laufenden Staffel. Insgesamt sahen 3,71 Mio. zu.

ZDF sticht Das Erste aus

Beim Gesamtpublikum musste sich das ZDF hinter “Wer wird Millionär?” auf Platz zwei einordnen. Der Film “Racheengel - Ein eiskalter Plan” holte aber gute 14,5% Marktanteil bei den Zuschauern ab drei Jahren, 4,95 Mio. Menschen schalteten ein. Das Erste musste sich derweil nur mit 3,98 Mio. Zuschauern begnügen, die “Karneval in Köln” einschalteten. Der Marktanteil lag mit 15,5% zwar höher als bei den Kollegen aus Mainz, das lag aber an der deutlich längeren Sendezeit. Bei den 14- bis 49-Jährigen setzte sich das ZDF klar durch: 7,7 zu 5,5%.

Vox und RTL II auf Augenhöhe

Einen guten Abend erlebten auch Vox und RTL II, die mit völlig unterschiedlichen Genres punkteten. RTL II setzte auf “Die Wollnys - Eine schrecklich große Familie” und holte damit 1,19 Mio. Werberelevante (9,5%) vor die Fernsehgeräte. Ebenfalls 1,19 Mio. junge Zuschauer und 9,5% erreichte unterdessen “CSI: New York” bei Vox. Beim Gesamtpublikum setzte sich der Kölner Sender mit seiner Krimi-Serie (2,03 Mio.) aber vor die Reality-Konkurrenz (1,62 Mio.).

“Leverage” und “Burn Notice” rundeten den Abend mit 8,0 und 9,4% in der Zielgruppe schließlich ab. Da Vox schon tagsüber gute Marktanteile holte, landete der Sender am Ende mit 9,0% Tagesmarktanteil sogar noch vor Sat.1, das nur auf 8,6% kam. Auf Platz eins steht RTL mit 15,1%. Beim Gesamtpublikum holte Das Erste mit 13,2% den Tagessieg, dahinter folgt das ZDF mit 11,8%. 

Autor: Timo Niemeier

 

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