Daten von uberMetrics: Der Papst-Rücktritt im Social Web

12.02.2013
 

Als am Montag zur Mittagszeit offiziell bekannt gegeben wurde, dass Papst Benedikt XVI. Ende des Monats zurücktreten wird, schlug das im Netz schnell hohe Wellen: Laut uberMetrics Technologies, einem Media Monitoring-Unternehmen aus Berlin, stieg die Tweet- und Facebook-Posting-Frequenz zum Thema auf ein Vielfaches an:

Als am Montag zur Mittagszeit offiziell bekannt gegeben wurde, dass Papst Benedikt XVI. Ende des Monats zurücktreten wird, schlug das im Netz schnell hohe Wellen: Laut uberMetrics Technologies, einem Media Monitoring-Unternehmen aus Berlin, stieg die Tweet- und Facebook-Posting-Frequenz zum Thema auf ein Vielfaches an: So wurde der Papst innerhalb einer Stunde öfter auf Twitter und Facebook erwähnt als sonst in einem ganzen Monat. 

Die Experten von uberMetrics Technologies (UMT) untersuchten vor allem die Keywords "Papst" und die englische Entsprechung "Pope".

Zahlen und Fakten:

Montag, 11. Februar 2013, zwischen 11.00 und 24.00 Uhr:

  • Ca. 349.000 Treffer zu „Papst“ und „Pope“ im gesamten Web
  • Davon ca. 325.000 Treffer in Facebook und Twitter

International:

  • Gesamtzahl der Twitter-Posts: etwa mehr als 230.000
  • Gesamtzahl der öffentlichen Posts auf Facebook: mehr als 95.000

Internationale Spitzenwerte zwischen 11.00-24.00 Uhr:

  • Tweets pro Stunde: 24.000 Tweets; entspricht 6,6 Tweets pro Sekunde
  • Facebook-Beiträge pro Stunde: 11.400 Beiträge; entspricht 3 Beiträgen pro Sekunde

Zum Vergleich: Internationaler Durchschnitt vorige Woche (3.2. bis 10.2.)

  • etwa 140 Tweets pro Stunde
  • etwa 9 Facebook-Beiträge pro Stunde

Das größte Kommunikationsvolumen auf Facebook und Twitter gab es gestern um etwa 13.00 Uhr.

Trending Topics auf Twitter: In den angesagten Twitter-Themen für Deutschland hielt sich den ganzen Tag die Schlüsselwörter #Papst und #Benedikt. Nur der Hashtag #Rosenmontag konnte dem Vatikan-Thema Konkurrenz machen. International kam der Hashtag #BenedictoXVI erst später in die angesagten Themen auf Twitter, man kann hier eine Verzögerung von einigen Stunden beobachten. Das könnte zurückzuführen sein auf die Zeitverschiebung zwischen Europa und dem US-amerikanschen Raum, allerdings auch auf weniger internationales als deutsches Interesse am päpstlichen Geschehen: Aus den weltweiten Top-Themen war der Papst am Abend schon wieder verschwunden.

Thomas Lindner, Gründer von uberMetrics Technologies, und Social Media-Experte, beobachtet moderne Kommunikations-Trends und berät Firmen zum Einsatz von Media Monitoring mithilfe von UMT Delta, einer 360-Grad-Medienanalyse. Auch den Rücktritt des Papstes hat Lindner analytisch begleitet: „An diesem Beispiel erkennt man gut die Viralität in der modernen Kommunikationsgesellschaft, auch wie schnell und mit welchem Volumen sich Nachrichten verbreiten können. Diese Mechanismen zu verstehen ist enorm wichtig für Unternehmen. Ein gutes Media Monitoring ermöglicht es, ein PR-Disaster oder sogenannte ‚Shitstorms’ früh genug zu erkennen und abzuwenden."

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