"Politik ist keine Unterhaltungssendung": Steinbrück lehnt Raab als Kanzlerduell-Moderator ab

 

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück will ProSieben-Moderator Stefan Raab nicht als Co-Moderator für das gemeinsame TV-Duell mit Kanzlerin Angela Merkel. Politik sei keine Unterhaltungssendung, sondern ein ernstes Geschäft, ohne dass es dabei humorlos zugehen muss, sagte er der "Passauer Neuen Presse".

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück will ProSieben-Moderator Stefan Raab nicht als Co-Moderator für das gemeinsame TV-Duell mit Kanzlerin Angela Merkel. Politik sei keine Unterhaltungssendung, sondern ein ernstes Geschäft, ohne dass es dabei humorlos zugehen muss, sagte er der "Passauer Neuen Presse".

Die Kritik von ProSiebenSat.1 folgte prompt: Steinbrücks Haltung sei ungewöhnlich. Es könne nicht sein, dass einzelne Politiker versuchten, den Sendern die Gesprächspartner vorzuschreiben. "'Steinbrück kneift vor Raab' ist auch keine schöne Schlagzeile, wenn man eine Wahl gewinnen möchte", sagte ein Sprecher laut "Spiegel Online". Außerdem habe Raab "in zwei erfolgreichen Wahlsendungen und einer neuen Talkshow bewiesen, dass er ein ernstes Interesse an politischen Themen hat".

Der ehemalige bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) hatte Raab als Co-Moderator vorgeschlagen (kress.de vom 8. Februar 2013). Sein Anliegen sei, "wieder mehr junge Menschen mit Politik in Verbindung zu bringen", sagte Stoiber dem "Spiegel".

2009 führten Peter Kloeppel (RTL), Maybrit Illner (ZDF), Frank Plasberg (ARD) und Peter Limbourg (Sat.1) durch das Duell.

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