Zietlow-Jubiläum ohne Fußball-Beeinträchtigung: "Bachelor" ist stärker als die Champions League

 

Mit 2,51 Mio Zuschauern aus der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen und 20,3% Marktanteil war "Der Bachelor" am Vorabend des Valentinstags klarer Quotensieger. Beim Flirten in aller Welt wollten mehr Junge dabei sein als beim Fußball in der Ukraine: 2,32 Mio und 19,4% verzeichnete das ZDF für die Champions-League-Übertragung.

Mit 2,51 Mio Zuschauern aus der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen und 20,3% Marktanteil war "Der Bachelor" am Vorabend des Valentinstags klarer Quotensieger. Beim Flirten in aller Welt wollten mehr Junge dabei sein als beim Fußball in der Ukraine: 2,32 Mio und 19,4% verzeichnete das ZDF für die Champions-League-Übertragung des Achtelfinal-Hinspiels Donezk-Dortmund.

Auch um Sonja Zietlows Jubiläum musste sich RTL keine Sorgen machen. In der Zielgruppen-Reichweite war die 100. Folge der Ranking-Show "Die 10" mit 2,35 Mio sogar leicht stärker als die Kicker-Konkurrenz. Beim Marktanteil reichte es für gute 19,2%. Beide RTL-Formate konnten damit wieder je 2,2 Prozentpunkte mehr einfahren als vor einer Woche gegen das Länderspiel Deutschland-Frankreich.

Im Gesamtpublikum kam am Fußball natürlich niemand vorbei: 7,52 Mio verfolgten die Live-Übertragung, 4,97 Mio sahen am späten Abend die Zusammenfassung der Partie Madrid-Manchester. Auch der ARD-Film "Stille" (4,96 Mio) und die nachmittägliche ZDF-Übertragung der Biathlon-WM (4,63 Mio) schafften insgesamt höhere Zuschauerzahlen als der RTL-"Bachelor" (4,37 Mio).

Mit 10,4% bei den Werberelevanten konnte sich "Grey's Anatomy" bei ProSieben zumindest noch einigermaßen schlagen, danach ging "Private Practice" mit nur 7,3% unter. Sat.1 hatte zum x-ten Mal die Katherine-Heigl-Komödie "27 Dresses" hervorgekramt und wurde dafür mit 7,4% abgestraft. Sehr gut lief es für Vox, wo "Rizzoli & Isles" 11,7% einspielten - sehr schlecht für RTL II, wo keine der abendlichen Doku-Soaps über 5,0% hinauskam.

Mit 17,2% Tagesmarktanteil (14-49) regierte RTL den TV-Mittwoch. Dank Champions League eroberte das ZDF mit 9,8% Rang zwei - vor ProSieben und Vox, die jeweils 9,7% verzeichneten. Sat.1 landete abgeschlagen bei 7,8%. RTL II holte 6,6%, Das Erste 5,1% und kabel eins 4,9%.

Ihre Kommentare
Kopf
Thomas Bauer

Thomas Bauer

TOM-Verlag
Verlagsleiter

14.02.2013
!

Wie kommt man nur immer auf diese falschen Headlines? Der „Bachelor“ ist auf Platz 9 der Zuschauer-Charts mitnichten stärker als die Champios League. Bedenklich genug, dass so ein Format In Zeiten von (berechtigen!) Anti-Sexismus-Debatten über vier Millionen Voyeuristen findet. Tatsächlich liegt diese Freak-/Fake-Show aber nicht nur weit hinter den ZDF-Sportangeboten sondern auch um einer halbe Million Zuschauer hinter dem sehenswerten Mittwochsfilm „Stille“ im Ersten. Und das ist gut so!


Torsten Zarges

Torsten Zarges

DWDL.de GmbH
Chefreporter

14.02.2013
!

Vielen Dank für die aufmerksame Beobachtung! Aber in diesem Fall ist die Headline völlig richtig. Denn mit 2,51 Mio vs. 2,32 Mio. liegt die absolute Reichweite des "Bachelors" in der Zielgruppe 14-49 höher als die der Champions League, mit 20,3% vs. 19,4% auch der Marktanteil. Die von Ihnen angesprochenen Verhältnisse in der Zielgruppe 3+ stehen ebenso in unserem Text. Der TV-Markt kennt eben mehrere Wettbewerbsdisziplinen.


Thomas Bauer

Thomas Bauer

TOM-Verlag
Verlagsleiter

14.02.2013
!

Ja, so schlau war ich auch schon… ;–)
Nur ist es eben ein willkürlicher Ausschnitt aus der Zuschauerschaft, der von Mediendiensten gerne absolut gesetzt wird. Ohne die Ergänzung „ in der Zielgruppe 14-49" ist die Headline ebenso Käse wie die Thoma-Gedächtnis-Zielgruppe, die die tatsächlichen Marktverhältnisse ja meist noch stärker auf den Kopf stellt als in der heutigen Statistik. Oft tauchen die meistgesehenen Sendungen des Tages in der „14-49“-Statistik nur auf Platz 13+ oder gar nicht auf.


X

Kommentar als bedenklich melden

 
×

Bestätigung

Dieser Kommentar wurde erfolgreich gepetzt.

×

Oooooooooops

Beim Petzen trat ein Fehler auf. Versuchen Sie es bitte noch einmal.

Kress Pro Magazin
2020/#02

Lesen Sie im aktuellen kress pro, dem Magazin für Führungskräfte bei Medien: Mit dpa-Chef Peter Kropsch steht die Agentur vor dem größten Umbau ihrer Geschichte. Was sich für die Kunden alles ändert. Dazu: Wie schlagen sich Steingarts Erben bei der Handelsblatt Media Group?

Kressköpfe dieses Artikels
  • Noch kein kresskopf?

    Logo
    Dann registrieren Sie sich kostenlos auf kress.
    Registrieren
Kress Pro Magazin
2020/#02

Lesen Sie im aktuellen kress pro, dem Magazin für Führungskräfte bei Medien: Mit dpa-Chef Peter Kropsch steht die Agentur vor dem größten Umbau ihrer Geschichte. Was sich für die Kunden alles ändert. Dazu: Wie schlagen sich Steingarts Erben bei der Handelsblatt Media Group?

Inhalt konnte nicht geladen werden.