Neuerliche Kritik von ARD-Filmemacher: "Amazon packt das Problem nicht an der Wurzel"

19.02.2013
 

Amazon hat sich in Deutschland nun auch von einem Dienstleister getrennt, der für Unterbringung und Transport der Leiharbeiter in den Logistikzentren verantwortlich vor. Damit zieht der Online-Händler nach der Trennung von dem umstrittenen Sicherheitsdienst weitere Konsequenzen aus den Vorwürfen der ARD-Doku "Ausgeliefert - Leiharbeiter bei Amazon".

Amazon hat sich in Deutschland nun auch von einem Dienstleister getrennt, der für Unterbringung und Transport der Leiharbeiter in den Logistikzentren verantwortlich vor. Damit zieht der Online-Händler nach der Trennung von dem umstrittenen Sicherheitsdienst weitere Konsequenzen aus den Vorwürfen der ARD-Doku "Ausgeliefert - Leiharbeiter bei Amazon".  

"Es ist uns eindeutig nicht gelungen, die Einhaltung unserer hohen Standards auch durch den Dienstleister, der für Unterbringung, Transport und den Einsatz der Sicherheitskräfte verantwortlich war, zu gewährleisten, begründete Amazon die Maßnahme. Nach Informationen von "Süddeutsche.de" soll es sich dabei um das in der ARD-Doku genannte Unternehmen CoCo Job Touristik aus Leipzig handeln. 

ARD-Reporter Petter Onneken, der den Film zusammen mit Diana Löbl gemacht hat, sieht die jüngsten Reaktionen von Amazon kritisch: Der Online-Händler würde das Problem mit den Leiharbeitern nicht an der Wurzel packen. "Was bringt es, wenn jetzt wieder einem Dienstleister gekündigt wurde?", so Onneken gegenüber "Süddeutsche.de". Der Dienstleister habe vergangenes Jahr noch anders geheißen und er werde sich wieder umbenennen - und dann werde es weitergehen wie zuvor, prophezeit Onneken.

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