"Verteidige dein Netz"-Initiative: Google startet Taxi-Kampagne gegen Leistungsschutzrecht

 

Mit einem Zitat des Bloggers und Journalisten Marius Sixtus setzt Google seine Anti-Leistungsschutzrecht-Kampagne "Verteidige dein Netz" fort. Sixtus kommentierte den Grundgedanken des geplanten Leistungsschutzrechts für Presseverlage wie folgt: "Mit der gleichen Logik könnte ein Restaurantbesitzer von Taxifahrern Geld verlangen, die ihm Gäste bringen."

Mit einem Zitat des Bloggers und Journalisten Marius Sixtus setzt Google seine Anti-Leistungsschutzrecht-Kampagne "Verteidige dein Netz" fort. Sixtus kommentierte den Grundgedanken des geplanten Leistungsschutzrechts für Presseverlage wie folgt: "Mit der gleichen Logik könnte ein Restaurantbesitzer von Taxifahrern Geld verlangen, die ihm Gäste bringen."

Dieser Satz ist ab sofort auf den Kopfstützen von rund 600 Berliner Taxis zu lesen. Interessierte Fahrgäste können sich über ein im Taxi ausliegendes Faltblatt weiter zum Thema informieren. Außerdem setzt Google seine Informationskampagne mit Anzeigen in Tageszeitungen und auf Webseiten fort.

"Mit unserer Taxi-Kampagne verdeutlichen wir die Absurdität des geplanten Gesetzes", sagt Kay Oberbeck, Sprecher von Google Nordeuropa. "Nach aktuellen Zahlen leiten wir pro Monat 6 Milliarden Klicks auf Verlagsangebote weltweit weiter. Die Artikel der Zeitungen werden nicht 'bei Google', sondern auf den Verlagsseiten online gelesen."

Google sei im übertragenen Sinn das "Taxi", das den "Restaurantbesitzern", also den deutschen Presseverlagen, im Schnitt bis zu 50% ihrer Leser liefert, so Oberbeck weiter. "Die Argumente aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik gegen dieses Gesetz sind erdrückend - unsere Anzeigen- und Onlinekampagne mit Zitaten namhafter Experten stellt das heraus. Wir appellieren an die Parlamentarier, dieses Gesetzesvorhaben zu stoppen."

Seit Ende November 2012 besuchten laut dem "Google Blog" über drei Mio Bürger die Website "www.google.de/deinnetz", über 7 Mio haben das Informations-Video zur Kampagne abgerufen. Rund 220.000 Menschen registrierten sich als "Netzverteidiger" oder beteiligen sich über soziale Netzwerke aktiv an der Debatte.

Übrigens twitterte Sixtus, dass Google seine Erlaubnis habe, das Zitat zu verwenden und er von Google kein Geld dafür bekommen hat.

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