Sie werden von keinem der Investoren übernommen: Für 340 "FR"-Mitarbeiter herrscht Klarheit

22.02.2013
 

Die Zukunft des Traditionsblattes "Frankfurter Rundschau" muss sich bis Ende des Monats entscheiden. Für mindestens 340 Mitarbeiter des Druck- und Verlagshauses Frankfurt herrscht schon jetzt Klarheit.

Die Zukunft des Traditionsblattes "Frankfurter Rundschau" muss sich bis Ende des Monats entscheiden. Für mindestens 340 Mitarbeiter des Druck- und Verlagshauses Frankfurt herrscht schon jetzt Klarheit. Sie werden von keinem der möglichen Investoren übernommen.

Ein Großteil der "FR"-Mitarbeiter habe in dieser Woche ein Vertragsangebot für den Wechsel in eine Transfergesellschaft erhalten, die sie vorübergehende weiterbeschäftigen soll, sagte der Sprecher der Insolvenzverwaltung, Ingo Schorlemmer, gegenüber "hr-online". Betroffen seien 340 der 450 Beschäftigten. Es handle sich um Mitarbeiter, die bei keinem der zurzeit verhandelten Investor-Szenarien übernommen würden. 

Betriebsrat Marcel Bathis sagte zu dpa, dass nach jetzigem Stand lediglich 28 Mitarbeiter aus der Redaktion von einem der beiden möglichen Investoren, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", übernommen würden. Die "FAZ" hat an der "FR"-Druckerei in Neu-Isenburg kein Interesse.

Das Bundeskartellamt prüft zurzeit, ob die "FAZ" die "FR" übernehmen darf. Das Amt kann die Übernahme als sogenannte Sanierungsfusion nur genehmigen, wenn es keinen "ernsthaften alternativen Erwerber" gibt.

Ein Angebot für das Druck und Verlagshaus Frankfurt hat auch der türkische Verleger Burak Akbay vorgelegt, der nach eigenen Angaben 110 Mitarbeiter behalten würde, 80 davon im Verlag und 30 in der Druckerei. Nach Angaben aus Redaktionskreisen ist sein Angebot allerdings ebensowenig ausreichend wie die Art der Kaufpreisfinanzierung.

Keiner der beiden potenziellen Investoren hat nach Angaben von "hr-online" Interesse an den Außenredaktionen der "FR" im Rhein-Main-Gebiet. Sämtliche Redakteure, die dort beschäftigt sind, haben ein Angebot für die Transfergesellschaft erhalten.

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