Druckerei muss stillgelegt werden: Nur noch die "FAZ" im Rennen um die "FR"

22.02.2013
 

Keine guten Nachrichten hatte Insolvenzverwalter Frank Schmitt am Freitag für die "FR"-Mitarbeiter. Der Gläubigerausschuss habe das Angebot des türkischen Verlegers Burak Akbay abgelehnt, teilte Schmitt der Belegschaft in einem Rundschreiben mit. Erste Konsequenz: Die "FR"-Druckerei wird stillgelegt.

Keine guten Nachrichten hatte Insolvenzverwalter Frank Schmitt am Freitag für die "FR"-Mitarbeiter. Der Gläubigerausschuss habe das Angebot des türkischen Verlegers Burak Akbay abgelehnt, teilte Schmitt der Belegschaft in einem Rundschreiben mit. Konsequenz: Die "FR"-Druckerei wird stillgelegt.

"Das zuletzt von Estetik vorgelegte Angebot ist vom Gläubigerausschuss als nicht ausreichend abgelehnt worden", heißt es in dem Brief an die Mitarbeiter. 

Jetzt hängt alles am Kartellamt

Jetzt bleibt nur noch die "FAZ" als möglicher "FR"-Käufer. Ob sie zum Zuge kommt ist unsicher, denn ihr Übernahmeangebot wird derzeit vom Bundeskartellamt geprüft. Das Amt kann die Übernahme als sogenannte Sanierungsfusion nur genehmigen, wenn es keinen "ernsthaften alternativen Erwerber" gibt. Lehnt die Behörde ab, sei er "gezwungen, die Verlagstätigkeit zum Ende des Monats Februar einzustellen", schreibt Schmitt. Nur noch bis Ende des Monats ist die Finanzierung der "FR" durch die Gläubiger gesichert.

Gibt das Kartellamt der "FAZ" grünes Licht, will sie laut "FR"-Betriebsrat nur 28 Mitarbeiter aus der Redaktion übernehmen, an der Druckerei hat sie kein Interesse. Das Druck- und Verlagshaus Frankfurt hat 450 Beschäftigte.

Update: Frank Schmitts Sprecher Ingo Schorlemmer äußerte gegenüber der dapd die Überzeugung, dass die Voraussetzungen für eine Zustimmung des Bundeskartellamts zu der Übernahme gegeben seien. Wie das Bundeskartellamt entscheide, sei aber noch nicht bekannt. Er rechne jedoch fest damit, dass die Entscheidung noch bis Ende Februar falle.

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