"Glorious" kein Plagiat: Cascada treten für Deutschland beim ESC an

25.02.2013
 

Das Gutachten ist da: Der Titel "Glorious", mit dem die Band Cascada am 14. Februar den deutschen Vorentscheid "Eurovision Song Contest 2013 - Unser Song für Malmö" gewonnen hat, ist kein Plagiat. Der NDR hatte ein Gutachten in Auftrag gegeben, weil Kritik laut wurde, dass "Glorious" dem letztjährigen ESC-Siegersong "Euphoria" sehr ähneln würde.

Das Gutachten ist da: Der Titel "Glorious", mit dem die Band Cascada am 14. Februar den deutschen Vorentscheid "Eurovision Song Contest 2013 - Unser Song für Malmö" gewonnen hat, ist kein Plagiat. Der NDR hatte ein Gutachten in Auftrag gegeben, weil Kritik laut wurde, dass "Glorious" dem letztjährigen ESC-Siegersong "Euphoria" sehr ähneln würde.

"Es lässt sich zusammenfassen, dass Glorious und Euphoria keine urheberrechtlich bedeutsamen Übereinstimmungen aufweisen. Sie sind lediglich stilistisch ähnlich und zeigen nur im Arrangement eine oberflächliche Berührung ohne urheberrechtlichen Belang", so das Fazit des Gutachters Matthias Pogoda, der seit 1992 als Musikgutachter und Sachverständiger für Plagiatsfragen arbeitet. 

In seinem Gutachten für den NDR untersuchte Pogoda die "Vokale Melodik" und das "Arrangement" beider Songs, untergliedert in die Punkte "Strophen", Refrains", "Strophenbegleitfiguren" und "Refrainbegleitfiguren". So stellte er fest, dass sich im Notenbild beider Musiken "keine auffälligen Ähnlichkeiten" finden, "im Gegenteil: das vokale Ideenwerk von Glorious und Euphoria ist deutlich verschieden." Beide Songs seien "mit ähnlichen und stiltypischen Mitteln arrangiert" und verwendeten "neben handelsüblichen Sounds und Beats (...) ähnliche Keyboardbegleitfiguren". "Im Notenbild gegenüber gestellt lässt sich jedoch erkennen, dass die konkrete Ausformung dieser Begleitfiguren in beiden Musiken deutlich unterschiedlich ist."

In seiner "Bewertung" schreibt der Musikexperte u. a.: "Für einen begründeten Plagiatsvorwurf wesentlich ist m. W. der Melodieschutz. Das Melodiewerk beider Musiken ist deutlich verschieden. (...) Für einen begründeten Plagiatsvorwurf müssten m. E. detaillierte Übereinstimmungen einer längeren Begleitpassage vorliegen und weitere Arrangementbestandteile passgenau übereinstimmen. Dies ist hier nicht der Fall."

Thomas SchreiberARD-Unterhaltungskoordinator, freut sich nun darauf, "dass Cascada am 18. Mai beim Eurovision Song Contest in Malmö für Deutschland auf der Bühne stehen werden".

Ihre Kommentare
Kopf
Ralf E. Hansen

Ralf E. Hansen

Medienconsulter
Consulter Medien & Entertainment

25.02.2013
!

ich kann Sachverständige liefern, die genau das Gegenteil des NDR Gutachtens testieren. Es ist indes völlig wurscht, denn die Blasmusik Alternative hat genauso große Chancen den letzten Platz zu gewinnen. Beide Titel liegen im Minus Trend, in Cascada ist mindestens optisch Pferd drin, und bei der großen Blechmusiktruppe wurden zu viele Musiker auf die Bühne eingesperrt, trotzdem Bio-Musik zu hören war.....


KFR

26.02.2013
!

typisch : die betroffenen Verursacher und cash-in-experten schreiben sich die Gutachten und Bewertungen selbst !

Für wie dumm halten die öffentlich rechtliche eigentlich ihre Zuschauer ??


Peter F. Meyer

26.02.2013
!

wieder ein Grund mehr, obdachlos zu werden, um damit den Fernsehgebühren der Öffentlich Rechtlichen zu entgehen...


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