Google stellt vor LSR-Abstimmung klar: "Das kann ein Robot nicht verstehen"

26.02.2013
 

Vertreter von Google haben sich am Montag bei einer Unterausschuss-Sitzung im Bundestag vehement gegen den Gesetzesentwurf zum Leistungsschutzrecht für Presseverlage gewandt. Googles Suchalgorithmus könne nicht zweifelsfrei zwischen Webseiten von Verlagen und anderen Internetangeboten unterscheiden, wird Arnd Haller von Google Deutschland von dpa zitiert.

Vertreter von Google haben sich am Montag bei einer Unterausschuss-Sitzung im Bundestag vehement gegen den Gesetzesentwurf zum Leistungsschutzrecht für Presseverlage gewandt. Googles Suchalgorithmus könne nicht zweifelsfrei zwischen Webseiten von Verlagen und anderen Internetangeboten unterscheiden, wird Arnd Haller von Google Deutschland von dpa zitiert. "Das kann ein Robot nicht verstehen", habe Haller betont. Man könne die im Gesetz geforderte Lösung nicht implementieren.

Das Leistungsschutzrecht für Presseverlage im Internet könnte dpa zufolge am Freitag im Bundestag verabschiedet werden. Der Gesetzentwurf steht für eine Debatte mit anschließender Abstimmung auf der Tagesordnung.

Der Gesetzentwurf ist auch in der Koalition selbst umstritten. Der CDU-Rechtsexperte Siegfried Kauder meldete vergangene Woche verfassungsrechtliche Bedenken an und forderte weitere Beratungen.

Markus Beckedahl, Gründer und Chefredakteur von netzpolitik.org, kommentiert:

"Jetzt soll es doch ganz schnell gehen, bevor die Diskussion noch länger andauert und mehr Abgeordneten auffallen könnte, dass das Leistungsschutzrecht ziemlicher Unsinn ist und für mehr Rechtsunsicherheit im Netz sorgen wird. Und wer nachrechnet wird feststellen, dass auch Siegfried Kauder und Jimmy Schulz nicht zahlenmäßig dafür sorgen können, dass in der Koaliton das Leistungsschutzrecht durchfällt.Aber keine Panik: Leistungsschutzrecht? Das Internet wird nicht sterben. Und vielleicht wird die Abstimmung ja wieder verschoben. Wäre nicht das erste Mal."

Ihre Kommentare
Kopf

Tobias

26.02.2013
!

ibt doch Filter. Alle Zeitungen auf die Blacklist und fertig. Dann können die Verlage ihre Onlineangebote bald einstellen.
Hier gehts darum Google zu erpressen Artikel zu verbreiten und oebendrein dafür auch noch zu zahlen.
Wem das Internet nicht passt, der soll es nicht nutzen. So einfach. Erst ankommen und reindrängeln und dann jammern und die "Regeln" ändern wollen.
Na jetzt haben wir erstmal Pferdefleisch und Bioeier, das lenkt erstmal ab und man kannd as Gesetz heimlich durchwinken.


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