TV Komm. 2013: Internet und Fernsehen können Freunde werden

 

Das Internet wird das Fernsehen nicht verdrängen. Zu dieser Erkenntnis kamen die Experten auf dem Bewegtbildkongress TV Komm., der am Dienstag in Karlsruhe zum Thema "Digitale Transformation" stattfand. Das Fernsehen ist nach wie vor das beliebteste Medium der Deutschen.

Das Internet wird das Fernsehen nicht verdrängen. Zu dieser Erkenntnis kamen die Experten auf dem Bewegtbildkongress TV Komm., der am Dienstag in Karlsruhe zum Thema "Digitale Transformation" stattfand. Das Fernsehen ist nach wie vor das beliebteste Medium der Deutschen. Auch so genannte "Digital Natives" schauen fern und erhöhen mit zunehmendem Alter ihren Fernsehkonsum, bestätigte Boris Alexander Kühnle von der Hochschule der Medien in Stuttgart in seiner Keynote.

Im Zuge der steigenden vielfältigeren digitalen Angebote rücke das Markenmanagement stärker in den Vordergrund, um Nutzern die Orientierung zu erleichtern, so Kühnle. Weil TV und Internet immer öfter zeitgleich genutzt werden, nehme die konzentrierte Sehzeit der Zuschauer ab. Laut neuen Studien aus den USA erhöhen die Zuschauer ihren TV-Konsum allerdings, wenn Sie im Internet geeignete programmbegleitende Informationen finden.

"Facebook brennt beim "Tatort"

Jürgen Ebenau, Hauptabteilungsleiter Online Südwestrundfunk, sagte zum Zusammenspiel von TV und Web: "Facebook brennt beim 'Tatort'". Er sieht im Schaffen geeigneter Angebote für jüngere Zuschauer eine der großen kommenden Herausforderung der öffentlich-rechtlichen Sender im Zuge der Transformation.

Lutz Schüler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Unitymedia KabelBW, will mit der Horizon-Box, die ab Sommer sämtliche Medien integrieren soll, Zuschauern den technischen Einstieg erleichtern.

Wie sich Print aufstellen kann

Stephan Zech, Verlagsgeschäftsführung Programm und Frauenmedien der Axel Springer AG, sagte, Projekte wie die digitale Zeitschrift "Watchme" würden redaktionelle Mehrwerte schaffen und sollen Nutzern dabei helfen, sich besser unter den vielfältigen digitalen Angeboten zu orientieren. Allerdings sei es für Verlage noch ein weiter Weg zur Bezahlung von Mehrwertmodellen durch die Nutzer. Zech plädierte an alle Teilnehmer, den durch die digitale Transformation entstehenden Markt gemeinsam zu entwickeln, "...bevor dies Unternehmen aus Kalifornien tun."

In der Gesamtbewertung waren sich alle Teilnehmer einig: Die digitale Transformation ist im vollen Gange und bietet allen Beteiligten mehr Chancen als Risiken.

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