"FR"-Übernahme: Unterschreibt die "FAZ" am Donnerstag den Kaufvertrag?

27.02.2013
 

Mitte dieser Woche soll das Bundeskartellamt über eine mögliche Übernahme der "Frankfurter Rundschau" durch die "FAZ" entscheiden. Dies will die "SZ" erfahren haben. Wenn das Kartellamt die Übernahme erlaube, könnte die "FAZ" noch an diesem Donnerstag den Kaufvertrag unterschreiben, heißt es in dem Bericht.

Mitte dieser Woche soll das Bundeskartellamt über eine mögliche Übernahme der "Frankfurter Rundschau" durch die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" entscheiden. Dies will die "Süddeutsche Zeitung" (Mittwochsausgabe) erfahren haben. Wenn das Kartellamt die Übernahme erlaube, könnte die "FAZ" noch an diesem Donnerstag den Kaufvertrag unterschreiben, heißt es in dem Bericht. Wenn nicht, könnte die "FR" wohl bereits am Freitag nicht mehr erscheinen. Die Zukunft der "FR" muss sich bis Donnerstag, 28. Februar 2013, entscheiden. Denn nur so lange ist die Finanzierung durch die Gläubiger gesichert. 

Die "FAZ" ist der einzig verbliebene Kandidat für das Druck- und Verlagshaus Frankfurt. Insolvenzverwalter Frank Schmitt musste vergangenen Freitag den Mitarbeitern mitteilen, dass der Gläubigerausschuss das Angebot des türkischen Verlegers Burak Akbay abgelehnt habe. Mit der Konsequenz, dass die "FR"-Druckerei stillgelegt wird.

Frank Schmitts Sprecher Ingo Schorlemmer sagte zuletzt, dass die Voraussetzungen für eine Zustimmung des Bundeskartellamts zu der Übernahme durch die "FAZ" gegeben seien. Gibt das Kartellamt grünes Licht, will die "FAZ" laut "FR"-Betriebsrat nur 28 Mitarbeiter aus der Redaktion übernehmen, an der Druckerei hat sie kein Interesse. Das Druck- und Verlagshaus Frankfurt hat 450 Beschäftigte.

Für die Journalisten der FR und der "Berliner Zeitung", die sich eine Gemeinschaftsredaktion in der Hauptstadt teilen, ginge mit einer Entscheidung des Kartellamts eine lange Phase der Unsicherheit zu Ende. Auch konkrete Planungen für Geschichten sollen zuletzt schon schwierig gewesen sein - weil man ja nicht wusste, welche Kollegen bald noch einen Job haben, und welche Zeitung in welcher Form überhaupt noch erscheint, heißt es in dem Bericht der "SZ".

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