Zeitungen in Deutschland: 77% veröffentlichen mittlerweile eine Kinderseite

27.02.2013
 

77% der Zeitungen in Deutschland veröffentlichen mittlerweile eine Kinderseite. Ein Drittel publiziert Kindernachrichten und 19% der Verlage legen eine eigene Kinderzeitung wöchentlich oder monatlich bei. Das sind Ergebnisse einer Umfrage des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger BDZV.

77% der Zeitungen in Deutschland veröffentlichen mittlerweile eine Kinderseite. Ein Drittel publiziert Kindernachrichten und 19% der Verlage legen eine eigene Kinderzeitung wöchentlich oder monatlich bei. Das sind Ergebnisse einer Umfrage des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger BDZV sowie der 2011 gegründeten jule: Initiative junge Leser GmbH. Daraus geht auch hervor, dass 23% der Zeitungen in Deutschland auch online speziell für die jüngste Zielgruppe da sind. 

Gegenüber der letzten Umfrage aus dem Jahr 2006 bedeutet dies einen Zuwachs um 20% bei Kinderseiten und Kindernachrichten, der Online-Bereich wuchs um 17% (siehe Grafik).

"Es ist wichtig, dass immer mehr junge Leser rechtzeitig an die Zeitungen herangeführt werden", lobte der Hauptgeschäftsführer des BDZV, Dietmar Wolff, das verstärkte Engagement der Verlage für die Jüngsten.

Online-Inhalte statt Jugendseiten

Während bei Kindern die gedruckte Zeitung als Trägermedium deutlich im Vordergrund steht, haben sich bei den Zeitungsinhalten für Jugendliche und junge Leute die Akzente verschoben: Hier sollen immer häufiger Online-Inhalte statt Jugendseiten zum Surfen durch Nachrichten, Unterhaltung und Information anregen. Hatten 2006 noch rund 70% der Verlage eine eigene Jugendseite, sind es Ende 2012 nur mehr 54%. Eine eigene Jugend-Website bieten 24% an (2006: 18%).

Pädagogische Projekte haben enorm zugelegt

55% der Kinder- und Jugendangebote erscheinen mittlerweile täglich. Enorm zugelegt haben der Studie zufolge auch die pädagogischen Projekte der Zeitungen: Aktuell bieten drei Viertel der Verlage (75%) Leseförderungsaktionen wie "Zeitung in der Schule" an; 2006 waren es 66%. 63% offerieren "Zeitung in der Grundschule" (2006: 34%). Und 17% gehen mit der Zeitung in den Kindergarten (2006: 6%).

Vergleichsweise neu seien Förderprojekte für Auszubildende. Allein 2012 hatten den Angaben zufolge 41% der Verlage diese Maßnahme für Unternehmen und Betriebe und deren Azubis in ihrem jeweiligen Verbreitungsgebiet auf der Agenda.

Ihre Kommentare
Kopf

Jörg Laus

28.02.2013
!

Eine Kinderseite oder sogar ein Magazin welches der Tageszeitung beigelegt wird, darf nur der Anfang sein. Wobei eine vernüftige Onlinedarstellung doch bitte zum Standart gehören sollte. Wichtig ist hier eine Markenbildung. Mit dem Pflichtprogramm ist es nicht getan. Profis müssen schreiben und sich mit diesen Produkten und den lokalen Märkten beschäftigen, ansonsten verliert man die Akzeptanz oder bekommt diese erst gar nicht.


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