Schrecken ohne Ende: dapd soll erneut Insolvenzantrag gestellt haben

01.03.2013
 

Der neue dapd-Geschäftsführer Ulrich Ende hat an diesem Freitag für die Nachrichtenagentur die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Dies meldet "newsroom.de". Die Informationen wurden kress aus dapd-Kreisen bestätigt.

Der neue dapd-Geschäftsführer Ulrich Ende hat an diesem Freitag für die Nachrichtenagentur die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Dies meldet "newsroom.de". Ende soll zugesichertes Geld von seinen Mitgesellschaftern nicht bekommen haben. Die Informationen wurden kress aus dapd-Kreisen bestätigt. Ein Gerichtssprecher hat inzwischen gegenüber AFP bestätigt, dass ein entsprechender Antrag beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg vorliegen würde. Weitere Angaben machte er zunächst nicht.

Von den versprochenen 4 Mio Euro hätte Ende nur 1,5 Mio Euro einsammeln können, heißt es bei "newsroom.de". Der Geschäftsführer hätte deswegen am Freitagvormittag den bitteren Gang zum Amtsgericht Berlin-Charlottenburg antreten müssen. Am Nachmittag soll es eine Betriebsversammlung bei dapd geben. Die Stimmung in der Redaktion sei desaströs.

DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken ließ am Freitag mitteilen: "Wenn die Berichte stimmen, dann ist das ein erneuter Schlag ins Gesicht für die Mitarbeiter. Nach Monaten der Unsicherheit haben sie nun endlich wieder daran geglaubt, eine Perspektive zu haben." Konken forderte die Investoren auf, nun schnellstmöglich die zugesagten Mittel dapd zur Verfügung zu stellen, dass die neue Firma nicht nach einem Monat schon wieder abgewickelt werden müsse. 

Ende Januar hatte der bisherige Insolvenzverwalter Christian Köhler-Ma noch stolz verkündet, dass die Agentur gerettet sei: Zum 1. Februar übernahm die von Ulrich Ende gegründete dapd Nachrichten Beteiligungs GmbH die Geschäftsbetriebe der bis dahin insolventen dapd-Gesellschaften. Die neue dapd Nachrichten GmbH startete mit den Diensten Politik, Wirtschaft und Panorama, den zwölf Landesdiensten sowie den Themendiensten und Auslandsdiensten. Auch Fotodienste und Videoangebote gehören zum Portfolio.

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