Grünes Licht von der Agentur für Arbeit: Nachrichtenagentur dapd wird weiterbetrieben

05.03.2013
 

Petra Hilgers, die vorläufige Insolvenzverwalterin der dapd, hatte am Dienstag Abend "gute Nachrichten" für die Nachrichtenagentur. Die Bundesagentur für Arbeit habe einer Vorfinanzierung der Insolvenzgeldzahlungen für die Beschäftigten bis einschließlich April 2013 zugestimmt. Der Betrieb der dapd könne somit aufrechterhalten werden.

Petra Hilgers, die vorläufige Insolvenzverwalterin der dapd, hatte am Dienstag Abend "gute Nachrichten" für die Nachrichtenagentur. Die Bundesagentur für Arbeit habe einer Vorfinanzierung der Insolvenzgeldzahlungen für die Beschäftigten bis einschließlich April 2013 zugestimmt.

Der Betrieb der dapd könne somit aufrechterhalten werden. Somit könnten notwendige Sanierungskonzepte in den kommenden Wochen angegangen und umgesetzt werden.

Hilgers hatte am Montagabend nach Informationen von "newsroom" den Antrag auf Vorschuss auf das Insolvenzgeld gestellt (kress.de vom 5. März 2013).  Der "Tagesspiegel" hatte zuvor geschrieben, dass die Bundesagentur für Arbeit das Insolvenzgeld vorfinanzieren würde, wenn Hilgers eine Rettung für möglich halte. Mit dem Geld könnten die 200 Mitarbeiter bezahlt werden, die laut "Tagesspiegel" offenbar noch auf ihr Februargehalt warten. Das Insolvenzverfahren könnte dann vermutlich am 1. Mai eröffnet werden.

Möglichkeit Mitarbeiter-Kommanditgesellschaft

"newswroom.de"-Chefredakteur Bülend Ürük bringt nun ein einer Analyse die Möglichkeit einer Mitarbeiter-Kommanditgesellschaft ins Spiel:  "Was spricht dagegen, dass zusätzlich zu einem Mehrheitseigentümer, der frisches Geld mitbringen muss, eine Kommanditgesellschaft der Mitarbeiter gegründet wird, die sich aktiv an dem Unternehmen beteiligt? Die als vereinigte Mitarbeiter-GmbH dafür sorgt, dass wirklich Unternehmer mit Verstand und belastbaren Kontakten Anteile erwerben? Die mitspricht, wenn wieder Größenwahn das Haus in Besitz nehmen möchte?" Ürük weiter: "Nur wenn sich die Mitarbeiter einbringen, ihre Kontakte zu Medienunternehmen spielen lassen, sie als neue Abonnenten anwerben, Vorschläge zu möglichen potenziellen finanzstarken Kapitalgebern machen, kann Insolvenzverwalterin Petra Hilgers in dieser kurzen Zeit eine Lösung finden, die nicht darauf basiert, den Dienst noch stärker zusammenzustreichen."

Der neue dapd-Geschäftsführer Ulrich Ende hatte am vergangenen Freitag Insolvenz angemeldet. Für die Nachrichtenagentur ist es die zweite Pleite innerhalb von einem halben Jahr.

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