Zeitwende bei Axel Springer: Digitale Medien erstmals umsatzstärkstes Segment

06.03.2013
 

Im Geschäftsjahr 2012 erzielte die Axel Springer AG einen Umsatz von 3,31 Mrd Euro (+3,9%) und ein Ebitda von 628,0 Mio Euro (+5,8%). Die Digitalen Medien steigerten ihre Erlöse um 22,0% auf 1,17 Mrd Euro und lösten damit erstmals die inländischen Zeitungen als umsatzstärkster Geschäftsbereich des Konzerns ab. Die Deutschen Zeitungen und Zeitschriften blieben hoch profitabel.

Im Geschäftsjahr 2012 erzielte die Axel Springer AG einen Umsatz von 3,31 Mrd Euro und ein Ebitda von 628,0 Mio Euro. Der Umsatz legte um 3,9% zu, das Ebitda um 5,8%. Die Digitalen Medien steigerten ihre Erlöse um 22,0% auf 1,17 Mrd Euro und lösten damit erstmals die inländischen Zeitungen als umsatzstärkster Geschäftsbereich des Konzerns ab. Mit einem Anstieg des Segment-EBITDA um 53,6% auf EUR 242,9 Mio. schlossen die Digitalen Medien auch beim Ergebnis dicht zum Segment Zeitungen National auf.

Deutsche Zeitungen und Zeitschriften hochprofitabel 

Die inländischen Printmedien seien trotz rückläufiger Vertriebs- und Werbeerlöse mit EBITDA-Renditen von mehr als 20 Prozent hoch profitabel geblieben, so Springer. Die Auslandserlöse legten um 11,0 Prozent zu. Damit erhöhte sich ihr Anteil am Konzernumsatz von 32,0 Prozent auf 35,1 Prozent.

Mathias Döpfner: "Das Jahr 2012 markiert für Axel Springer eine Zeitenwende: Erstmals haben wir mit den Digitalen Medien mehr als eine Milliarde Euro Umsatz erzielt, das ist mehr als mit jedem anderen Geschäftsbereich. Wir wachsen dabei profitabel und erreichen höhere Margen als früher. Aus dieser starken Position werden wir die Digitalisierung unseres Geschäfts noch schneller und energischer vorantreiben. Wir wollen den digitalen Umbau des gesamten Unternehmens deutlich forcieren, um unsere Position als Vorreiter der Digitalisierung weiter auszubauen. Wir wollen Innovationen beschleunigen, die Effizienz des eingesetzten Kapitals weiter erhöhen und den tiefgreifenden strukturellen Wandel der Medienbranche gestalten. Auch wenn die Printmedien noch lange einen wichtigen Beitrag zum Unternehmenserfolg liefern werden, ist unser Ziel klar: Wir wollen das führende digitale Medienunternehmen werden."

Investitionen in beschleunigte Digitalisierung

Für das Geschäftsjahr 2013 rechnet der Vorstand mit einem Anstieg der Gesamterlöse im niedrigen einstelligen Prozentbereich, unter der Annahme, dass es zu keiner signifikanten Beschleunigung der strukturell rückläufigen Trends im Printgeschäft kommt. Der Vorstand geht davon aus, dass der geplante Anstieg der Werbeerlöse und stabile übrige Erlöse die voraussichtlich sinkenden Vertriebserlöse überkompensieren werden. Für die digitalen Medien werde weiterhin ein organisches Wachstum, verstärkt durch Akquisitionseffekte, erwartet, während die Erlöse im nationalen und internationalen Printgeschäft "marktbedingt voraussichtlich weiter rückläufig sein werden". Im Geschäftsjahr 2013 will Springer "verstärkt in die Weiterentwicklung des Unternehmens investieren". In dem Ausblick heißt es: "Die Digitalisierung wird beschleunigt, während die Strukturen im Printgeschäft zunehmend an die strukturellen Veränderungen angepasst werden. Dies wird verstärkte Aufwendungen für die Expansion des digitalen Geschäfts und signifikante Aufwendungen für Strukturanpassungen im Printgeschäft erfordern. Aufgrund dieser Aufwendungen erwartet der Vorstand einen Rückgang des EBITDA im einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Wert des Berichtszeitraums."

PK: "Im Digitalgeschäft Internationalisierung und Neugründungen"

In der Bilanz-Pressekonferenz kündigte Döpfner an, Springer wolle die Transformation zu einem Online-Unternehmen beschleunigen. Bei den digitalen Geschäften lege man einen verstärkten Fokus auf Internationalisierung und Neugründungen. Zusammengefasst gebe es für 2013 drei Prioritäten: digitale Transformation beschleunigen, digitale Abomodelle etablieren & Unternehmenskultur weiterentwickeln.

Axel Springer beteiligt Mitarbeiter erneut am Unternehmenserfolg 

Die Axel Springer AG beteiligt ihre Mitarbeiter erneut am Unternehmenserfolg. Für das zurückliegende Geschäftsjahr 2012 erhält jeder berechtigte Mitarbeiter eine Erfolgsbeteiligung in Höhe von EUR 1.200. Zusätzlich bietet das Unternehmen bereits zum vierten Mal ein Aktienbeteiligungsprogramm an: Mitarbeiter können dabei ihre Erfolgsbeteiligung bzw. ihrer leistungsabhängigen Vergütung in Aktien umwandeln. Die Axel Springer AG erhöht den umzuwandelnden Betrag um bis zu 30 Prozent.

Mathias Döpfner: "Mit der Beteiligung am Gewinn möchten wir den Mitarbeitern danken und ihren großartigen Einsatz im vergangenen Jahr honorieren. Gleichzeitig fördern wir mit dem Aktienbeteiligungsprogramm den Unternehmergeist im Haus, mit dem wir den digitalen Konzernumbau deutlich beschleunigen wollen."

Bereits seit dem Jahr 2006 gibt es für bei Axel Springer eine Erfolgsbeteiligung der Mitarbeiter. In den Jahren 2009, 2011 und 2012 gab es zudem bereits Aktienbeteiligungsprogramme. Die für das erneut aufgelegte Programm eingesetzten Wertpapiere stammen aus dem eigenen Bestand der Axel Springer AG und sind ab dem Geschäftsjahr 2013 dividendenberechtigt.

Die Konzern-Kennzahlen sowie der Geschäftsbericht 2012 sind unter www.axelspringer.de/bilanz12 abrufbar.

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