"Der Dicke": Schauspieler Dieter Pfaff ist tot

 

Der NDR trauert um den Schauspieler Dieter Pfaff, der am Dienstag im Alter von 65 Jahren an Krebs gestorben ist. Pfaff stand bis zuletzt für Das Erste vor der Kamera. Er spielte u. a. in der Fernsehserie "Der Dicke", die unter Federführung des NDR entstanden ist.

Der NDR trauert um den Schauspieler Dieter Pfaff, der am Dienstag im Alter von 65 Jahren an Krebs gestorben ist. Pfaff stand bis zuletzt für Das Erste vor der Kamera. Er spielte u. a. in der Fernsehserie "Der Dicke", die unter Federführung des NDR entstanden ist.

"Wahrhaftig, beharrlich, einfühlsam und von einzigartiger Präsenz: So war Dieter Pfaff als Schauspieler", sagt Lutz Marmor, ARD-Vorsitzender und NDR-Intendant. "Diese Eigenschaften machten ihn unverwechselbar. Dieter Pfaff war der ARD und dem NDR eng verbunden. Mit seinem Tod verliert das deutsche Fernsehen eine wichtige Persönlichkeit. Mein Mitgefühl gilt seiner Familie."

Bevor Pfaff sich auf die Schauspielerei konzentrierte, führte er 1984 beim NDR mit dem TV-Film "Rita, Rita" seine erste Fernsehregie. Bekannt wurde Pfaff vor allem durch die ARD-Reihe "Bloch", wo er die Hauptrolle als Psychotherapeut Dr. Maximilian Bloch spielte. Seit 2005 stand Pfaff für "Der Dicke" als Rechtsanwalt Dr. Gregor Ehrenberg vor der Kamera.

Außerdem war Pfaff in ZDF-Fernsehfilmen wie "Anwalt Abel", "Verhängnisvolles Glück", "Das Traumschiff", "Martin Luther" und in einer Gastrolle in "Kommissar Beck" zu sehen. Pfaff wurde im Laufe seiner Karriere u.a. mit dem Bayerischer Fernsehpreis und der Goldenen Kamera ausgezeichnet.

"Komplizierte Situationen und eigenwillige Charaktere waren sein Metier"

"Acht Jahre war Dieter Pfaff der sensible und zugleich unbequeme Anwalt Ehrenberg in der auf ihn zugeschnittenen Hauptabendserie 'Der Dicke' im Ersten", so Volker Herres, Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen, zum Tod des Schauspielers. "Komplizierte Situationen und eigenwillige Charaktere waren sein Metier - nicht nur als Anwalt Ehrenberg, sondern auch als Psychotherapeut 'Bloch'". Pfaff habe sich immer wieder an schwierige Stoffe gewagt, düstere und unbequeme Geschichten erzählt und konnte sich dabei sicher sein, dass ihm ein Millionenpublikum darin folgt, so Herres weiter.

"Aber er hatte auch ein komisches Talent, das er in der Rolle des tollpatschigen Polizisten Otto zwölf Jahre in 'Der Fahnder' zeigen konnte", so Herres. "Er wusste, was Fernsehen alles zu leisten vermag, und hat dem Medium unvergleichbare Filme und Serienpersönlichkeiten geschenkt."
 
"Ganz in der Sache engagiert, hatte er immer auch einen Blick und ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte seiner Kollegen", sagt Gebhard Henke, Leiter des Programmbereichs Fernsehfilm, Kino und Serien, WDR und Executive Producer von "Der Dicke" (NDR/WDR). Dieter Pfaff wird fehlen - als Mensch, als Kollege und als Schauspieler."

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