Laut "FAZ" in niedriger zweistelliger Mio-Höhe: G+J wird 2012 wohl einen Nettoverlust ausweisen

 

Gruner + Jahr  muss für das Geschäftsjahr 2012 unter dem Strich wohl einen Verlust in niedriger zweistelliger Mio-Höhe ausweisen. Dies will die in Sachen G+J stets gut informierte "FAZ" erfahren haben. Das Minus resultiere aus hohen einmaligen Sonderbelastungen, u.a. durch die Schließung der "FTD". Auch der operative Gewinn ging zurück. 

Gruner + Jahr muss für das Geschäftsjahr 2012 unter dem Strich wohl einen Verlust in niedriger zweistelliger Millionenhöhe ausweisen. Dies will die in Sachen G+J stets gut informierte "Frankfurter Allgemeine Zeitung"(Dienstagsausgabe) erfahren haben. Das Minus resultiere aus hohen einmaligen Sonderbelastungen. "Der weitgehende Rückzug aus den Wirtschaftsmedien und die Schließung der "Financial Times Deutschland" dürften mit rund 50 Millionen Euro zu Buche schlagen", heißt es in der "FAZ".

Neben den Sozialplankosten im Zusammenhang mit dem Abbau mehrerer hundert Stellen hätten aber auch Wertberichtigungen im spanischen Zeitschriftengeschäft und bei der amerikanischen Tochtergesellschaft Brown Printing ins Kontor geschlagen. G+J habe vergeblich versucht, das Druckhaus zu verkaufen. Jetzt seien Abschreibungen in zweistelliger Millionenhöhe fällig geworden, verlaute aus gut informierten Kreisen, so die "FAZ".

Operativ soll Gruner + Jahr im vergangenen Jahr dem Bericht zufolge einen Betriebsgewinn von rund 160 Mio Euro eingefahren haben - 2011 standen noch 233 Mio Euro zu Buche.

Ende Januar hatte Bertelsmann, das 74,9% der Anteile an G+J hält, nur bekanntgegeben, dass der Gesamtkonzern einen Umsatz von rund 16 Milliarden Euro und ein Betriebsergebnis auf dem Vorjahresniveau von 1,7 Milliarden Euro erreicht habe (kress.de vom 1. Februar 2013). Die Segmentergebnisse veröffentlichte Bertelsmann damals nicht. Inzwischen ist bekannt, dass das Betriebsergebnis der Senderkette RTL um 5% auf knapp 1,1 Milliarden Euro gefallen ist (kress.de vom 25. Februar 2013).

Random House dank "Fifty Shades" mit Rekordergebnis

Das schwächere Abschneiden von G+J und der RTL Group hat offenbar eine weitere Bertelsmann-Tochter kompensiert. Laut der "FAZ" fuhr Random House 2012 ein Rekord-Betriebsergebnis von mehr als 300 Mio Euro ein  - nach 185 Mio Euro im Jahr zuvor. Der Goldesel des amerikanischen Buchverlags heißt "Fifty Shades". Die erotische Romantrilogie soll sich 2012 weltweit mehr als 70 Mio Mal verkauft haben - 5,9 Mio Mal in Deutschland.

Ein Sprecher von Bertelsmann wollte die Zahlen gegenüber der "FAZ" nicht kommentieren. Die Gütersloher verweisen auf ihre Bilanzpressekonferenz am 26. März.

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