rbb-Medien-Affäre: Regierungssprecher räumt Fehler ein

18.03.2013
 

Im Streit um eine angebliche politische Einflussnahme auf die Berichterstattung des Rundfunk Berlin Brandenburg hat Brandenburgs Regierungssprecher Thomas Braune Kommunikationsfehler eingeräumt. Der betreffende rbb-Reporter habe nicht gegen den Pressekodex verstoßen, stellte Braune klar.

Im Streit um eine angebliche politische Einflussnahme auf die Berichterstattung des Rundfunk Berlin Brandenburg hat Brandenburgs Regierungssprecher Thomas Braune Kommunikationsfehler eingeräumt. Der betreffende rbb-Reporter habe nicht gegen den Pressekodex verstoßen, stellte Braune klar. "Dass daran Zweifel aufgekommen sind, bedauere ich".

Pressefreiheit zeichne sich dadurch aus, Politiker auf öffentlichen Veranstaltungen "ohne Genehmigung befragen und filmen zu dürfen". Er selbst habe in seiner Zeit als Fernsehjournalist so gearbeitet, erklärte Braune in einem Antwortschreiben an die Landespressekonferenz Brandenburg, aus dem die Agenturen dapd und epd am Montag zitieren. 

In dem Brief bestritt Braune zugleich eine politische Einflussnahme auf den rbb: "Es ging eben nicht darum, einen Beitrag zu verhindern oder in seiner Tendenz zu beeinflussen, sondern ausschließlich um das Zustandekommen einer Sequenz." Braune will den betreffenden Reporter und seinen Chefredakteur Chistoph Singelnstein lediglich darauf hingewiesen haben, dass es nach seiner Überzeugung für einen Politiker erkennbar sein müsse, ob sein gesprochenes Wort aufgezeichnet werde.

Die Landespressekonferenz hatte am Freitag in einem Brief an Braune dessen Vorwurf zurückgewiesen, der betreffende rbb-Reporter habe gegen Ziffer 4 des Pressekodex verstoßen und unlautere Mittel angewandt.

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