"Von der Politik so abhängig wie der Papst von Ecstasy": Intendantin Reim stellt sich hinter RBB-Chefredakteur

20.03.2013
 

RBB-Intendantin Dagmar Reim hat sich in der Medien-Affäre um angebliche politische Einflussnahme hinter den betreffenden TV-Reporter des RBB gestellt. Dessen Verhalten sei "völlig in Ordnung" gewesen, sagte Reim bei einer Mitarbeiterversammlung. Dies berichtet der "Tagesspiegel".

RBB-Intendantin Dagmar Reim hat sich in der Medien-Affäre um angebliche politische Einflussnahme hinter den betreffenden TV-Reporter des RBB gestellt. Dessen Verhalten sei "völlig in Ordnung" gewesen, sagte Reim in Berlin bei einer Mitarbeiterversammlung. Dies berichtet der "Tagesspiegel". Reim soll zudem RBB-Chefredakteur Christoph Singelnstein ihr Vertrauen ausgesprochen haben.

Die Mitarbeiter rief Intendantin Reim dem "Tagesspiegel" zufolge auf, weiterhin gegen die Versuche von Einflussnahme von Außen abwehrbereit zu bleiben. "Der RBB ist von der Politik so abhängig wie der Papst von Ecstasy", soll Reim in ihrer Ansprache an die Belegschaft gesagt haben.

Reim habe in der Mitarbeiterversammlung versucht, die Wogen zu glätten. Die SPD-Mitgliedschaft ihres Chefredakteurs Singelnstein soll sie unproblematisch finden. Festgefahrene Ideologien sehe Reim in den Medien häufig, nicht jedoch bei ihrem Chefredakteur. Öffentlich wolle sich die Intendantin bei der nächsten Rundfunkratssitzung am 11. April zu dem Fall äußern. 

Sigelnstein hat sich laut "Tagesspiegel" vor der Belegschaft reumütig gezeigt. Die Äußerung im "Spiegel" habe er so nicht gemeint. Das journalistische Vorgehen des Mitarbeiters sei absolut in Ordnung gewesen. 

Ihre Kommentare
Kopf

gast

20.03.2013
!

lustig, dass es ein jahr gebraucht hat, bis die einflussnahme ihren weg in medien fand. und das, obwohl journalisten auch immer mal gut vernetzt sind. den platzeck-pressesprecher aufs korn zu nehmen passiert ausgerechnet, als platzeck übers nachtflugverbot für BER reden will. Tja


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