Katja Riemann meldet sich zu Wort: Moderator geilt sich am eigenen Spiegelbild auf

20.03.2013
 

Das Video zum denkwürdigen Interview zwischen Katja Riemann und Hinnerk Baumgarten auf dem roten Sofa der NDR-Sendung "Das!" nähert sich bei YouTube der 1-Mio-Klick-Marke. Jetzt hat sich die Protagonistin auf ihrer Homepage zu Wort gemeldet - rund eine Woche nach der Sendung.

Das Video zum denkwürdigen Interview zwischen Katja Riemann und Hinnerk Baumgarten auf dem roten Sofa der NDR-Sendung "Das!" nähert sich bei YouTube der 1-Mio-Klick-Marke. Jetzt hat sich die Protagonistin auf ihrer Homepage zu Wort gemeldet - rund eine Woche nach der Sendung.

"Am Donnerstag vergangener Woche hat sich offensichtlich ein Phänomen ereignet. Ich versuche bislang es zu begreifen ... vergebens", schreibt Riemann. Sie habe wahrhaft bessere Interviews gegeben: "It needs two to Tango, das ist klar." 

Riemann äußert sich auch zur ihrer zwischenzeitlich nicht erreichbaren Homepage und Facebook-Präsenz: "Die Facebook-Seite, die für mich gehostet wird, als auch die Homepage brachen zusammen unter dem virtuellen Wirbelsturm, verrückte Technik".

"Traurig, wenn Verabredungen nicht eingehalten werden"

Sie gibt zu, dass ihr das Reden über ihre Person, oder Personen in ihrem nahesten Kreis, schwer falle. Und dann übt sie Kritik an den "Das!"-Machern: "Es ist eine traurige Sache, wenn Verabredungen während einer Sendung nicht eingehalten werden, aber davon muss man wohl ausgehen, wenn man sich im öffentlichen Feld bewegt." Und dann kriegt wohl auch Hinnerk Baumgarten sein Fett weg: "Es ist irre lustig, wenn ein Moderator zwischen den Gesprächen sich in der Kamera spiegelt und laut äußert, wie geil er aussieht..."

Riemann dankt zum Schluss auch jenen Journalisten, die in der dunklen Woche, so kluge, sachliche Artikel verfasst hätten. Das Gästebuch ihrer Homepage bleibt weiter geschlossen. 

"Das!"-Redaktion kann Riemann Vorwurf "überhaupt nicht verstehen"

Der "Das!"-Verantwortliche Thomas Kühn erklärte zu dem Riemann-Statement am Mittwochabend gegenüber dpa: "Wir können den Vorwurf, es seien Verabredungen während der Sendung nicht eingehalten worden, überhaupt nicht verstehen." Grundsätzlich führe eine Mitarbeiterin ein Vorgespräch mit dem Gast, in dem auch die Sendung erklärt werde. Dies sei bei Frau Riemann auch noch einmal direkt vor der Sendung geschehen. "Es gab auch keinerlei Vorgaben von ihrer Seite, an die wir uns nicht gehalten haben könnten." 

Hinnerk Baumgarten postete direkte nach der Sendung auf seiner "Facebook"-Seite: "Muss ich dazu jetzt eigentlich noch was sagen ..? Die laden wir jedenfalls nicht mehr ein." Der "Bild am Sonntag" sagte er: "Wenn es schon keine Liebe auf den ersten Blick war, dann wird's vielleicht was beim zweiten Mal."

Die NDR-Sendung "Das!" machte bereits im vergangenen Jahr Schlagzeilen, als Moderatorin Bettina Tietjen auf dem roten Sofa ein viel kritisiertes Interview mit Jenny Elvers-Elbertzhagen führte.

 

Ihre Kommentare
Kopf

LILLI HOLM

20.03.2013
!

WENN EIN MODERATOR SO DÄMLICHE FRAGEN STELLT UND SO GAR NICHT
VORBEREITET IST, MUSS ER SICH NICHT WUNDERN, WENN DER INTERVIEWTE NICHT AUF SEIN DÄMLICHES GEFRAGE EINGEHT.
DAS WAR EINE SCHANDE FÜR DIE JOURNALISTENZUNFT.


Nils

20.03.2013
!

Ha Ha, die facebook-Seite wird für sie also gehostet und brach zusammen? Ist klar, Frau Riemann.....


Hans Altmeyer

20.03.2013
!

So, so, „verrückte Technik“ – ist es denn möglich! Klar, es kann von Fall zu Fall eine sinnvolle und richtige Maßnahme sein, einen Rückkanal vorerst zu schließen, wenn eine Lawine ins Rollen kommt. Aber dann steht man bitte auch dazu.


Thilo Baum

20.03.2013
!

Wenn Herr Baumgarten Frau Riemann tatsächlich deswegen nicht mehr einladen will, beweist er damit eben noch einmal, dass er nicht Journalismus fürs Publikum macht, sondern für seine Selbstbeschäftigung. Für gute Journalisten zählt nicht, ob sie selbst jemanden mögen oder schwierig finden, sondern ob jemand was zu sagen hat. Gute Journalisten haben die Leute draußen im Sinn, nicht sich selbst.


Sabine Arnolds

20.03.2013
!

Wohl war, Lilli Holm. Sehe ich genauso und eitel ohne Ende war er auch noch. Die Kameraspiegel-Situation sehe ich sofort vor meinem geistigen Auge. Sehr gut durchformulierte Replik von Frau Riemann.


Anke

20.03.2013
!

Klar Frau Riemann,
die Technik bricht zusammen und die hat sogar das Gästebuch lahm gelegt ... was die Technik so alles hinkriegt.
Sorry, ich hab in dem Interview nicht ein einziges Mal gehört, dass sich der Moderator selbst gelobhudelt hat. Das abgefuckte Getue Ihrerseits ist wohl den meisten im Gedächtnis geblieben. Das ist an Arroganz kaum zu überbieten.
Ich hoffe, hier bricht die Technik nicht nach meinem geschriebenen Kommentar zusammen :P


Andreas Oetker-Kast

20.03.2013
!

@LILLI HOLM: Welche Frage war denn so dämlich? Die nach der Frau in ihrem Film? Oder die nach dem Beitrag über ihre Jugend, nach den Texten ihrer Songs? Wenn Frau Riemann sich solche Fragen verbittet, dann soll sie solche Angebote nicht annehmen, schließlich war sie da um ihre Arbeit zu promoten - und wenn man die Sendung kennt, sollte man auf diese Geschichten vorbereitet sein. Den Moderator jetzt als eitel hinzustellen - was ja sein mag - das ist übles Nachtreten, dafür gibt's die rote Karte.


Thilo Baum

Thilo Baum

Autor, Seminarentwickler, Keynotespeaker

20.03.2013
!

Dämlich war die Frage nach der Haarfarbe, weil die Frage fürchterlich aufgebauscht war. Frau Riemann kann nichts dafür, wenn die Antwort so simpel ist. Das Video stellt es so dar, als sei ihre knappe Antwort für irgendwas entlarvend. Ich frage mich, wofür.

Und dämlicher als das in den Raum gerufene Wort „Musik!“ geht es auch kaum. Wie, glaubte der Moderator, sollte Frau Riemann reagieren? Wenn jemand „Musik!“ ruft, spielt doch sonst die Combo zum Tanz auf. Affektiertes Getue des Moderators.


Dittsche

20.03.2013
!

„Es ist eine traurige Sache, wenn Verabredungen während einer Sendung nicht eingehalten werden…“. Die Einsicht kommt zu spät. Frau Riemann hätte sich einfach nur an das verabredete Interview halten müssen. Aber es ist lobenswert, dass sie Selbstkritik zeigt. Vielleicht kann sie aber auch gar nichts dafür. Nach Jenny Elvers-Elbertzhagen ist die blonde Riemann nun schon die zweite Verflossene von Heiner Lauterbach, die auf dem roten DAS-Sofa mit Ausfällen auffällt.


Inge Seibel

20.03.2013
!

Ich kann wirklich nicht verstehen, aus welchem Grund von manchen Katja Riemann angegiftet wird. Der Moderator hat keinerlei Einfühlungstalent, seine Fragen sind oberflächlich, selbstgefällig und teilweise dumm. Wie niveaulos er schon den dem Gespräch mit Riemann vorausgehenden Beitrag zum Tod von Rosemarie Fendel abmoderiert hat...ich bewundere Katja Riemann, dass sie überhaupt bis zum bitteren Ende auf dem roten Sofa sitzen blieb.


Antoine

21.03.2013
!

Tja, abstürzende Facebookseiten sind die Plage der digitalen Zeit. lol


Lola

21.03.2013
!

Hier sollten eigentlich 2 Profis aufeinander treffen: der eine als Moderator, die andere als Schauspielerin die promotet werden möchte. Beide hätten das Beste aus der Situation machen sollen und haben beide versagt. Trotzdem kein Grund von Fr. Riemann den Moderator so auflaufen zu lassen. Das war sehr unprofessionell. Jeden Tag müssen Millionen Menschen ihren Job machen, auch in Situationen die weniger Spaß machen - so what! Da kann sich auch mal eine Fr. Riemann zusammenreissen!


Hans-Jürgen Schröder

Hans-Jürgen Schröder

Go Press! Ltd.
Geschäftsführer

21.03.2013
!

Nehmen wir doch einfach Frau Riemann, wie sie ist: Als eine Schauspielerin, die ihre Rollen lebt. Wir konnten ihre Künste ja gestern ausreichend bewundern.
Und möge sie bleiben wie sie (als Schauspielerin) ist. Ihr Privatleben ist allein ihre Sache und dient ihr vielleicht sogar als Storyboard für ihre nächste(n) Rolle(n).
Alles andere dient doch der Journaille nur dazu, Sendungen und Zeitungen bzw. Zeitschriften zu füllen!


AKS

21.03.2013
!

Es ist ja wirklich klasse, wie viele Leute hier aufgeblasen immer noch von "gutem Journalismus" schwafeln - "DAS!" ist Unterhaltung pur und noch dazu Promotion! Da gehen Leute hin, die was ZU VERKAUFEN haben. Die werden dort in der Regel nett behandelt, und wenn sie selber nett sind, erzählen sie auch mal was von sich. Aber so nett war Frau Rieman eben nicht. Warum auch immer. Am besten hat mir übrigens der Kommentar von "Dittsche" gefallen. Der sagt alles...


Kay Krüger

21.03.2013
!

A. Gorkow, SZ vom 20.03., liefert ein wirklich bemerkenswertes, melancholisch-wütendes Soziogramm des TV-Publikums, das da nun meint, auf Katja Riemann losgehen zu müssen. Alles ein einziges Trauerspiel, dessen Hauptfigur von einem abs. ignoranten und v. seiner Arbeit "deformierten" Vollhorst von Moderator gegeben wird, der seine Aufgabe darin sieht, d. Publikum (einer furchtbaren Ansammlung trüber, verblödeter Tassen) die Zeit bis zum Exitus mit der Vorführung veritabler Künstler zu vertreiben.


Thomas Bauer

Thomas Bauer

TOM-Verlag
Verlagsleiter

21.03.2013
!

Es ist wie immer: Zitiert und kommentiert werden die Zitate des Zitats. Aber niemand macht sich die Mühe, das Original anzuschauen. Man recherchiert sich ja schließlich ungern seine „Meinung“ zu Tode. Bitte – Frau Rieman ist gewiss nicht die bequemste, die die dümmsten Fragen beantwortet als wären sie supertoll. Aber in diesem Interview muss man schon manipulativ wie Herr Niggemeier schneiden, um ihr Zickigkeit unterzuschieben: http://www.youtube.com/watch?v=qmpCL11QEWo
Ansehen, neu urteilen …


Ralf E. Hansen

Ralf E. Hansen

Medienconsulter
Consulter Medien & Entertainment

21.03.2013
!

ich bedauere es sehr, das KRESS in seiner Rubrik "Kommentare" noch keinen Like Button eingeführt hat. Man könnte dann nämlich bei den 14 Kommentaren hier mindestens 10mal liken. KRESS.... !!!!


Thomas Bauer

Thomas Bauer

TOM-Verlag
Verlagsleiter

21.03.2013
!

Das erinnert mich an meine ehemalige Mitschülerin M.B. – die musste keinen Text in Deutsch oder Philosophie lesen – sie hat einfach drei, vier Wortmeldungen abgewartet und diese dann so „meinungsstark“ zerpflückt, dass kein Lehrer auf die Idee gekommen wäre, dass sie keine Ahnung hat, wovon sie redet, sodern alle ihre Brillanz bewunderten. Das muss ihr Jahrzehnt sein…


Thomas Bauer

Thomas Bauer

TOM-Verlag
Verlagsleiter

21.03.2013
!

Meine Lieblingsstelle ist übrigens die Selbstentlarvung, als Hinnerk B. stolz seinen eigenen Fleiß lobt, einen der zwei aktuellen Filme seiner Gesprächspartnerin „in voller Länge“ angesehen zu haben. Das scheint ja etwas ganz Besonderes zu sein, sich nicht nur auf Moderationskärtchen und Trailer-Schnipsel zu stützen… ;–)


Marc Bartl

Marc Bartl

Johann Oberauer GmbH
Chefredakteur kress.de

21.03.2013
!

@Ralf E. Hansen: Gute Idee!


Sigrid Bennett

Sigrid Bennett

Sprecherin, Schauspielerin

21.03.2013
!

@ Thomas Bauer. DANKE für den Link: Anderer Schnitt, anderer Eindruck.
Warum hat der NDR sich nicht mal bemüht, aus einem verkorksten Interview etwas zu machen? "MUSIK!?!!!" Pause - Pause - Pause, wäre dem Zuschauer so auch erspart geblieben.
Nach anfänglicher Irritation, frage ich mich jetzt:
Hat die Sendung evtl. zu wenig Zuschauer? Diente diese Aktion der öffentlichkeitswirksamen PR via Internet? Denn dort sind wir ja fast alle - und nicht mehr vor dem TV.


AKS

22.03.2013
!

Wen das Thema immer noch interessiert: Sogar Augstein & Blome können sich ihre ironischen Kommentare zum Thema "Riemann auf dem roten Sofa" am Ende ihres aktuellen Polit-Talks bei Phönix nicht verkneifen... ;-)


X

Kommentar als bedenklich melden

 
×

Bestätigung

Dieser Kommentar wurde erfolgreich gepetzt.

×

Oooooooooops

Beim Petzen trat ein Fehler auf. Versuchen Sie es bitte noch einmal.

Inhalt konnte nicht geladen werden.