SPD-Spitzenkandidat wechselt zum ZDF: Christian Ude spielt beim "SOKO 5113"-Jubiläum mit

 

Baut Münchens kabarettistisch erfahrener Oberbürgermeister Christian Ude schon für den Fall vor, dass er nicht Ministerpräsident in Bayern wird? Jedenfalls ließ er sich schon zum zweiten Mal für eine Gastrolle in der ZDF-Krimiserie "SOKO 5113" engagieren. Der Vorabend-Dauerbrenner feiert aktuell ein Doppeljubiläum - im 35 Jahr und mit der 500. Folge. 

Baut Münchens kabarettistisch erfahrener Oberbürgermeister Christian Ude schon für den Fall vor, dass er nicht Ministerpräsident in Bayern wird? Jedenfalls ließ er sich schon zum zweiten Mal für eine Gastrolle in der ZDF-Krimiserie "SOKO 5113" engagieren. Der Vorabend-Dauerbrenner feiert aktuell ein Doppeljubiläum - im 35 Jahr und mit der 500. Folge. 

Es ist einer dieser Stehempfänge im Büroflur, die an einen "Stromberg"-Livedreh erinnern und die jeder Beteiligte eigentlich nur beklemmend finden kann. Doch der Oberbürgermeister, der auch in der Traditionsserie ganz real Christian Ude ist, hält auf dem Revier eine kleine Rede - und da muss das Team "SOKO 5113"-Chef Arthur Bauer (Gerd Silberbauer) eben zuhören. 

"Es sind dreieinhalb Jahrzehnte, in denen Sie unzählige Schicksalen begegnet sind, und in denen es sich gezeigt hat, dass es sich lohnt, sich für eine gute und gerechte Sache einzusetzen", tönt es da altbajuwarisch. "Mit Ihrer Arbeit haben Sie das Leben in unserer Landeshauptstadt und in unserem schönen Bayern sicherer und lebenswerter gemacht", sagt Ude. Doch dann klingt auch schon das Telefon, was den Politiker nervt - und die Polizisten erleichtert: Es gibt auch im schön selbstironischen 500. Fall einen Mord aufzuklären.

Es spricht für die Senioren-Gelassenheit des Senders, dass in der Jubiläumsfolge ausgerechnet ein schlohweiß ergrauter alter Bekannter den Hauptverdächtigen spielt: Es ist Michael Ande, einer der dienstältesten Fernsehkommissare überhaupt und ewiger "Zweiter Mann" in der ZDF-Krimiserie "Der Alte". Und auch Ude bewegte sich auf vertrautem Terrain: Er spielte schon einmal mit - beim ersten Mal als Direktor des Münchner Tierparks. Mittlerweile hat er den Aufstieg geschafft, fiktional zumindest.

20 Prozent Marktanteil am Vorabend

Heute wie schon zu den Anfängen mit dem Team rund um den kratzbürstigen ersten Chef, den Werner Kreindl spielte, sind es rund 20 Prozent Marktanteil im Gesamtpublikum, mit dem die Montagsserie "SOKO 5113" auf der 18:00-Uhr-Schiene  den Weg in den Hauptabend ebnet. "Sie ist der Nukleus einer ZDF-Erfolgsgeschichte", freut sich ZDF-Fernsehspielchef und stellvertretender Programmdirektor Reinhold Elschot zum Jubiläum pflichtschuldig. Immerhin gibt es mittlerweile sechs "SOKO"-Ableger von Wismar bis Wien.

Für Joachim Kosack, der als Ex-Sat.1-Mann schmerzhaft genau weiß, wie schwer es ist, am Vorabend zu punkten, ist die Serie einer der wichtigsten Produktionsaufträge in seiner neuen Funktion als UFA-Geschäftsführer. "Sie ist eine der Säulen der UFA", sagt er. "Serien sind für Sender und Produzenten wie Klebstoff." Kontinuität steht daher außer Frage. Elschott möchte natürlich weitermachen und dabei mit der Zeit gehen - aber, Achtung, ZDF - das "nicht um jeden Preis".

"Früher wurde geraucht und getrunken ohne Ende"

Allerdings ist in 35 Jahren vieles möglich geworden - auch Fälle über Amtsmissbrauch oder Polizei-Korruption. Und von der ursprünglichen SOKO-Idee hat man sich ebenfalls schnell getrennt - hin zu den üblichen Mord-Ermittlungen. Ursprünglich war das Team nur für Kfz-Delikte zuständig. "Irgendwann hatte sich die Autoschieberei auserzählt", so der zuständige Redakteur Axel Laustroer. In anderer Hinsicht ist die Serie allerdings noch biederer geworden. "Früher wurde geraucht und getrunken ohne Ende", so der nostalgische ZDF-Mann.

Die Jubiläumsfolge "SOKO 5113 - Das Alibi" läuft am Montag, 25. März, um 18.05 Uhr. Und sie geht - soviel sei verraten - einigermaßen gut aus. Auch für Christian Ude.

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